Luxus-Sitzplatz für den Genossen: Andreas Bablers teurer Fehltritt im Studio

Luxus-Sitzplatz für den Genossen: Andreas Bablers teurer Fehltritt im Studio

Andreas Babler gibt sich gerne als Mann des Volkes. Mit seinem Format „Kein BlaBla mit Babler“ will der SPÖ-Chef echte Bürgernähe zeigen. Er spricht über harte Arbeit, faire Löhne und Respekt für die arbeitende Klasse. Doch nun lenkt ein kleines, aber feines Detail die Aufmerksamkeit auf sich. Es geht um den Stuhl, auf dem der Vizekanzler-Kandidat in seinen Videos Platz nimmt. Dieser passt so gar nicht zum Image des bescheidenen Arbeitervertreters.

Ein teurer Platz für große Worte

Wie exxpress.at berichtet, haben aufmerksame Zuschauer genauer hingesehen. Die YouTuber des Kanals „0Punkt“ entdeckten in der Ankündigung zur zweiten Staffel seines Social-Media-Formats ein pikantes Detail. Babler sitzt nicht etwa auf einem gewöhnlichen Bürosessel aus dem Möbelhaus. Sein Sitzmöbel entpuppt sich als waschechter Designklassiker. Es dürfte sich um einen originalen Vitra Aluminium Chair handeln.

Dieses edle Stück ist alles andere als ein Schnäppchen. Je nach Ausführung blättert man für diesen Sessel rund 2.500 Euro oder mehr hin. Die Stühle der Aluminium Group, entworfen von Charles und Ray Eames im Jahr 1958, gelten als absolute Statussymbole in Chefetagen. Wie der Hersteller Vitra auf seiner Webseite erklärt, verleihen diese Modelle repräsentativen Büroumgebungen eine ikonische Präsenz. Eine Präsenz, die offensichtlich auch dem obersten Sozialdemokraten des Landes gefällt.

Wasser predigen und Wein trinken?

Die Optik dieses Auftritts sorgt nun für reichlich Spott. Auf der einen Seite inszeniert sich der ehemalige Staplerfahrer als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Er fordert mehr Respekt für „echte“ Jobs und prangert die Schere zwischen Arm und Reich an. Auf der anderen Seite positioniert er sich in einem Studio, das eine klare Luxus-Anmutung ausstrahlt.

Für viele hart arbeitende Menschen entspricht der Preis dieses Sessels einem kompletten Monatslohn. Dass ausgerechnet der SPÖ-Vorsitzende auf einem derart teuren Designerstück Platz nimmt, während er über die Sorgen der einfachen Arbeiter spricht, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Es wirft die Frage auf, wie authentisch diese volksnahe Inszenierung wirklich ist. Der edle Vitra-Stuhl rückt die Botschaft von Andreas Babler in ein neues Licht. Ein bequemer Sitzplatz scheint dem Genossen jedenfalls einiges wert zu sein.

Quelle: exxpress.at, vitra.com
Credits: APA

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