Luxus auf Staatskosten? FPÖ attackiert Außenministerin wegen Business-Class-Flügen

Luxus auf Staatskosten? FPÖ attackiert Außenministerin wegen Business-Class-Flügen

Die FPÖ hat die Außenministerin ins Visier genommen: Laut einer Spesenabrechnung soll ihre Reisetätigkeit mit satten 260.000 Euro zu Buche geschlagen haben – ein Spitzenwert unter den Regierungsmitgliedern. Besonders pikant: Auf drei Kurzstreckenflügen saß die Ministerin in der Business Class. Die Freiheitlichen wittern Verschwendung und sprechen von „Luxusreisen auf Staatskosten“.

FPÖ-Generalsekretär: „Das glaubt doch kein Mensch!“

FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ließ kein gutes Haar an der Ministerin. Er zweifelt an der offiziellen Erklärung, wonach die Business-Class-Buchungen nur erfolgten, weil die Economy-Class ausgebucht gewesen sei. „Von wegen Economy immer restlos ausgebucht – laut ihrer eigenen Anfragebeantwortung sind bei jeder einzelnen Reise sämtliche Mitarbeiter Economy geflogen, während sich die feine Ministerin selbst immer in der Business Class breitgemacht hat“, so Schnedlitz gegenüber oe24.at.

Er spottete weiter: „Egal, wie groß der Mitarbeiterstab war – für alle hat es im selben Flugzeug Plätze in der Economy gegeben, nur für die Ministerin nicht. Damit hat sie ihre eigene Ausrede schwarz auf weiß widerlegt.“

Außenministerium verteidigt sich: „Dringlichkeit und Sparsamkeit“

Das Außenministerium reagierte prompt auf die Vorwürfe. Man betonte, dass die Flugreisen aufgrund des „weltweiten Tätigkeitsbereichs“ und der „oft hohen Dringlichkeit“ unvermeidbar seien. Dabei würden die Prinzipien der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Transparenz eingehalten. Auf Kurzstrecken nutze die Ministerin „grundsätzlich Economy“. Nur wenn diese vollständig ausgebucht sei, werde auf Business Class ausgewichen.

Konkret sei dies im letzten Quartal bei drei von insgesamt 26 Flügen der Fall gewesen. Ein Beispiel: Der Rückflug aus Israel im Juni, nach iranischen Angriffen, als sämtliche Economy-Plätze vergriffen gewesen seien. Auch auf Strecken nach Luxemburg und von Skopje nach Wien habe es keine Alternativen gegeben.

Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x