Ludwig gegen Kickl: SPÖ-Parteitag wird zur Kampfansage

Ludwig gegen Kickl: SPÖ-Parteitag wird zur Kampfansage

Der SPÖ-Bundesparteitag in der Wiener Messe hatte noch kaum begonnen, da flog schon der erste politische Funken. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig legte als Eröffnungsredner los – und die FPÖ antwortete prompt.

Ludwig macht die Grenzen klar

Als Gastgeber und Wiener SPÖ-Chef hielt Ludwig die Eröffnungsrede des 47. ordentlichen Bundesparteitags. Er nutzte die Bühne für eine unmissverständliche Ansage. Wie heute.at berichtet, forderte Ludwig, die FPÖ von jeder Macht fernzuhalten – mit den Worten: „Mit solchen Menschen dürfen wir nicht zusammenarbeiten.“ Heute.at

Dabei ließ Ludwig kein gutes Haar an Kickls Rhetorik. Wie oe24.at berichtet, störte sich der Wiener Bürgermeister an Formulierungen wie „einen Kopf kürzer machen“ und warnte vor dem von der FPÖ propagierten „Systemwechsel“: „Eines muss man den Rechten lassen“, sagte Ludwig, „sie machen, was sie sagen“ – daher müsse man bei solcher Terminologie vorsichtig sein. oe24

Den stärksten Applaus erntete er mit einer klaren Koalitionsaussage: Es dürfe „keine Koalition mit der FPÖ“ geben. oe24

Wie meinbezirk.at berichtet, begründete Ludwig seine Ablehnung mit grundlegenden Differenzen bei Demokratie, Medienfreiheit und Sozialstaat – und verwies als Gegenbeispiel auf den öffentlichen Wohnbau in Wien. MeinBezirk.at

FPÖ kontert scharf

Die Reaktion der Freiheitlichen ließ nicht lange auf sich warten. Wiens FPÖ-Chef Dominik Nepp griff Ludwig frontal an. Wie oe24.at berichtet, warf Nepp dem Bürgermeister vor, ein „rosiges Bild der Stadt“ zu zeichnen, während die Menschen täglich das Gegenteil erleben würden – der soziale Wohnbau sei „längst kaputt“, die Mieten unter Ludwigs Ägide so gestiegen, dass viele Wiener ihre Wohnkosten kaum noch stemmen könnten. oe24

Zur Kritik an seiner Partei sagte Nepp trocken: „Dass Ludwig seinen Parteitag einmal mehr für plumpes FPÖ-Bashing missbraucht hat, zeigt vor allem eines: Wir Freiheitliche sind auf dem richtigen Weg.“ oe24

Hintergrund: Kickl und der „Systemwechsel“

Ludwigs Warnung ist kein Zufall. FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte bereits beim Neujahrstreffen in Klagenfurt im Jänner unmissverständlich formuliert, was er anstrebt. Wie das ORF berichtet, erklärte Kickl vor mehreren tausend Anhängern: „Dieses Jahr, 2026, liebe Freunde, es wird unser Jahr. Weil wir ziehen unsere Sache durch. Den Systemwechsel.“ ORF

Und beim politischen Aschermittwoch legte Kickl nach, wie das ORF dokumentiert: Er skizzierte einen „Phönix“-Plan mit Asylstopp, „Remigration“, einem Verbotsgesetz für den politischen Islam und einem „Staatsbegräbnis“ für den Green Deal. ORF

Credits: APA

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