Wiens Bürgermeister und SPÖ-Chef Michael Ludwig hat seine politische Zukunft öffentlich gemacht: In einem Social-Media-Posting kündigte er am Dienstag an, bei der Wien-Wahl 2030 erneut anzutreten und weiterhin Bürgermeister der Bundeshauptstadt bleiben zu wollen.
Ludwigs klare Ansage
„Ich spüre große Unterstützung aus der Wiener Bevölkerung!“, schreibt Ludwig in seinem Posting, wie Heute.at dokumentiert. Für ihn ist deshalb klar, dass seine Zeit an der Stadtspitze noch nicht vorbei sein soll: „Von daher meine klare Ansage: Ich trete auch 2030 wieder an, Bürgermeister dieser Stadt zu bleiben. Wir haben noch viel vor!“
Klimaneutralität, Wohnen und Gesundheit als Schwerpunkte
In seinem Statement nennt der Bürgermeister auch konkrete inhaltliche Vorhaben für die kommenden Jahre. „Wir sind eine weltoffene Stadt, die auf die Bedürfnisse aller Wienerinnen und Wiener schaut. Wir verbessern die Gesundheitsversorgung, machen Wien bis 2040 klimaneutral und sorgen für leistbare Wohnungen für unsere Kinder und Enkel“, so Ludwig laut Heute.at. Auch mit Blick auf internationale Krisen sieht er seine Aufgabe als noch nicht erledigt: „Ich will Wien in eine gute Zukunft führen und sicher durch die Herausforderungen in der Welt bringen.“
Eine Ankündigung in politisch turbulenten Tagen
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Festlegung: Sie fällt in eine Phase, in der Ludwig innerhalb der eigenen Partei zuletzt unter Druck geraten war. Auslöser war die Affäre um den zurückgetretenen Wiener Wirtschaftskammer-Präsidenten Walter Ruck. Nach Bekanntwerden erster Gesprächsprotokolle, in denen sich Ruck unter anderem abwertend über Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ) geäußert haben soll, hatte Ludwig öffentlich auf Kritik an seinem langjährigen Weggefährten verzichtet: „Ich kenne den Wortlaut dieser Gespräche nicht, ich war ja auch nicht dabei“, erklärte er damals und beschrieb Ruck als „umsichtigen und vertrauensvollen Gesprächspartner“. Auch nach Rucks Rücktritt bedankte sich Ludwig lediglich für „die langjährige Zusammenarbeit“, ohne die Vorwürfe selbst zu kommentieren.
Kritik aus den eigenen Reihen
Wie Heute.at berichtet, wandten sich in der Folge Mitglieder des Präsidiums der Wiener SPÖ-Frauen mit einem kritischen Schreiben direkt an Ludwig – konkreter Anlass war sein Umgang mit den Aussagen Rucks über Novak. Aus Ludwigs Büro hieß es zuletzt dazu lediglich, nach der Urlaubszeit werde es ein persönliches Treffen mit dem Präsidium der Wiener SPÖ-Frauen geben.
Kein Wort zu parteiinternen Spannungen
In seiner aktuellen Zukunftsansage geht Ludwig auf diese innerparteilichen Diskussionen nicht ein. Stattdessen setzt er auf eine Botschaft des Zusammenhalts: „Eines weiß ich ganz genau: Wenn wir in Wien zusammenhalten und aufeinander schauen, können wir alles schaffen!“
Credits: C.Stadler/Bwag – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=93841266 – mit KI-Erweiterung
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