Linzer Ex-SPÖ-Bürgermeister Luger wegen Untreue angeklagt – Ihm drohen drei Jahre Haft

Linzer Ex-SPÖ-Bürgermeister Luger wegen Untreue angeklagt – Ihm drohen drei Jahre Haft

Der ehemalige SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger muss sich wegen Untreue vor Gericht verantworten. Die sogenannte „Brucknerhausaffäre“ bringt den Langzeit-Stadtchef nun auf die Anklagebank und könnte ihn für bis zu drei Jahre hinter Gitter bringen.

Brisante Vorwürfe und ein teures Gutachten

Im Zentrum des Skandals steht die Bestellung des künstlerischen Geschäftsführers der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA). Luger wird vorgeworfen, in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt zu haben. Diese sollte, wie unter anderem oe24.at berichtet, ein Rechtsgutachten zum Hearing-Verfahren erstellen. Der pikante Hintergrund: Es ging um die unerlaubte Weitergabe von Hearingfragen.

Die Anklage legt dar, dass Luger ausgerechnet selbst die heiklen Fragen an den späteren LIVA-Chef Dietmar Kerschbaum weitergegeben haben soll. Das Gutachten, das die Vorgänge untersuchen sollte, hat der Stadt Linz einen Schaden von rund 19.000 Euro verursacht – ein Betrag, für den sich der Ex-Bürgermeister nun verantworten muss.

Prozessbeginn im Dezember

Die politische Karriere von Klaus Luger fand durch diese Affäre bereits ein abruptes Ende – er trat von seinem Amt zurück. Doch die juristische Aufarbeitung beginnt erst. Wie das Landesgericht Linz am Donnerstag mitteilte, startet der Prozess am 12. Dezember. Für Luger steht viel auf dem Spiel. Bei einer Verurteilung wegen Untreue droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Credits: APA

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