Eigentlich sollte es eine streng humanitäre Mission werden. Doch nun gerät die „Globale Sumud-Flottille“ völlig aus dem Kurs. Statt mit Hilfsgütern macht das Schiff nun mit einem wilden Sex-Skandal Schlagzeilen. Mittendrin: Das Umfeld der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg.
Wilde Nächte statt humanitärer Hilfe?
Die Anschuldigungen wiegen schwer und bringen die Organisatoren massiv in Erklärungsnot. Wie The Jerusalem Post berichtet, schlug die palästinensische Gruppe „Herz von Falastin“ Alarm. Ein ranghohes Mitglied des Flottillen-Komitees soll während der Überfahrt intime Beziehungen zu gleich mehreren Freiwilligen unterhalten haben. Die Rede ist von einem klaren Machtmissbrauch auf engstem Raum, während andere Aktivisten auf dem Schiff schliefen und arbeiteten.
Im Zentrum der pikanten Gerüchte steht der 39-jährige brasilianische Aktivist Thiago Ávila. Wie das Nachrichtenportal i24NEWS berichtet, soll er seine Frau und seine kleine Tochter in der Heimat zurückgelassen haben, um in See zu stechen. Nun steht der bekannte Aktivist im absoluten Kreuzfeuer der Kritik.
So wehrt sich der Beschuldigte
Ávila selbst will von den schweren Anschuldigungen nichts wissen. Er meldete sich direkt vom Mittelmeer aus zu Wort. In einer Videobotschaft auf Instagram wehrte er sich vehement und sprach von einer gezielten Schmutzkampagne gegen ihn als Revolutionär. Die Vorwürfe seien schlichtweg frei erfunden und die betroffenen Frauen lediglich gute Genossen.
Auch das interne Ethikkomitee der Flottille schaltete sich schnell ein, um den Flächenbrand zu löschen. Wie die New York Post berichtet, wurden die drei betroffenen Frauen vom Komitee befragt. Das offizielle Ergebnis: Alle wiesen ein sexuelles Fehlverhalten zurück, woraufhin der Fall von den Organisatoren eilig zu den Akten gelegt wurde.
Greta Thunberg geht auf Tauchstation
Und wo steckt das bekannteste Gesicht der Bewegung, Greta Thunberg? Die 23-Jährige, die sonst bei solchen Einsätzen oft an vorderster Front steht, fehlte bei der aktuellen Fahrt komplett. Wie die New York Post berichtet, zog es Thunberg vor, gemeinsam mit dem schwedischen Fotografen Chris Kebbon in Europa zu bleiben. Neueste Bilder zeigen die beiden sehr vertraut miteinander auf einer Couch.
Thunberg hatte sich bereits im vergangenen September aus der Führungsebene der Flottille zurückgezogen. Als Grund wurden damals interne Streitereien genannt. Kritiker werfen der Flottille schon länger vor, dass solche Aktionen mehr der reinen Selbstinszenierung dienen als echter humanitärer Hilfe. Dieser neueste Skandal auf hoher See dürfte diese Stimmen nun endgültig lauter werden lassen.
Quellen: exxpress.at, The Jerusalem Post, i24NEWS, New York Post
Credits: APA
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