Mit dem heutigen Tag startet die Hauptausschreibung für Lehrerstellen für das kommende Schuljahr 2026/27. Gesucht werden mehr als je zuvor – und die Bewerbungsfrist ist kurz.
6.500 Stellen, 97.000 Stunden – Anstieg gegenüber dem Vorjahr
Wie die Salzburger Nachrichten unter Berufung auf APA berichteten, hat das Bildungsministerium am Montag die Hauptausschreibung für das kommende Schuljahr gestartet. Rund 6.500 Stellen mit insgesamt 97.000 Unterrichtsstunden stehen zur Besetzung aus – das sind rund 400 Stellen und 8.000 Stunden mehr als im Vorjahr. Die Bewerbungsfrist läuft bis 8. Mai. Quereinsteiger können sich ebenfalls bewerben, benötigen dafür aber eine bereits abgeschlossene Zertifizierung.
Volksschule und BMHS haben den größten Bedarf
Die meisten Lehrkräfte werden laut Salzburger Nachrichten an Volksschulen und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) gesucht – je 1.500 Stellen. Dahinter folgen Mittelschulen mit 1.400 und AHS mit 1.300 offenen Positionen. Dazu kommen etwas mehr als 200 Stellen an Zentrallehranstalten und Praxisschulen der Pädagogischen Hochschulen.
Wien mit Abstand am stärksten betroffen
Der regionale Bedarf ist sehr ungleich verteilt. Wie die Salzburger Nachrichten berichteten, ist Wien mit 2.100 gesuchten Lehrkräften der mit Abstand größte Nachfrager – mehr als doppelt so viele wie Niederösterreich und Oberösterreich, die mit je 900 Stellen auf Platz zwei folgen. Tirol sucht 700, Vorarlberg 500, Steiermark und Salzburg je 400, Kärnten und Burgenland je 200 Lehrkräfte.
Einer der größten Arbeitgeber des Landes
Das österreichische Bildungssystem beschäftigt laut Salzburger Nachrichten rund 120.000 Lehrkräfte an etwa 6.000 Schulen und zählt damit zu den größten Arbeitgebern Österreichs. Neben der Hauptausschreibung werden laut Ministerium auch während des laufenden Schuljahres Stellen nachbesetzt – etwa bei Karenzierungen, Krankenständen oder Versetzungen.
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