Der österreichische Fußball hat einen schweren Verlust erlitten: Leo Windtner, ehemaliger Präsident des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB), ist am Freitag an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Wie die Kleine Zeitung berichtet, erlitt der 74-Jährige den Herzinfarkt während einer Bergtour auf den Traunstein in Oberösterreich und konnte trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht mehr gerettet werden. In wenigen Wochen hätte Windtner seinen 75. Geburtstag gefeiert.
Ein Leben für den Fußball und die Region Oberösterreich
Windtner war eine prägende Figur im österreichischen Fußball und darüber hinaus. Zwischen 1996 und 2009 führte er den oberösterreichischen Fußballverband, ehe er von 2009 bis 2021 Präsident des Österreichischen Fußballbundes war. Während seiner Amtszeit qualifizierte sich die österreichische Nationalmannschaft erstmals sportlich für die EM-Endrunden 2016 und 2020 – ein Meilenstein für den heimischen Fußball, wie ebenfalls in der Kleinen Zeitung zu lesen ist.
Neben dem Fußball war Windtner auch in seiner Heimat aktiv. Er lebte in St. Florian, wo er elf Jahre lang als Bürgermeister tätig war. Beruflich war er seit 1978 bei der Energie AG Oberösterreich beschäftigt und leitete das Unternehmen von 1994 bis 2017 als Generaldirektor.
Nachhaltige Nachwuchsförderung und wichtige Projekte
Ein besonderes Anliegen Windtners war die Nachwuchsausbildung im Fußball. Mit dem „Projekt 12“ setzte er auf eine nachhaltige Neuaufstellung, die junge Talente früh fördern sollte. Auch die Realisierung des ÖFB-Campus in Aspern, einem modernen Trainingszentrum in Wien, das noch in diesem Jahr eröffnet wird, war eines seiner bedeutendsten Projekte, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Sein Motto lautete: „Dann vorne zu stehen, wenn es Niederlagen gibt und der Gegenwind groß ist.“ Dieses Prinzip prägte seine Arbeit im Fußball und sein öffentliches Wirken.
Leo Windtners Tod hinterlässt eine große Lücke im österreichischen Fußball und in seiner Heimat Oberösterreich. Seine Verdienste werden in Erinnerung bleiben.
Credits: APA
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