Wien – Die grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling sorgt erneut für Schlagzeilen. In einem Interview mit dem Polit-Insider Gerald Fleischmann im Talk-Format „Message. Macht. Medien.“ sprach sie sich klar gegen Kreuze in Klassenzimmern aus. „Ich verstehe nicht, warum wir religiöse Symbole in der Klasse haben müssen“, erklärte Schilling und löste damit eine hitzige Diskussion aus.
Ein Kreuz mit den Kreuzen?
Schilling, die seit eineinhalb Jahren im EU-Parlament sitzt, ist bekannt für ihre kontroversen Positionen. Ihre jüngste Aussage zu Kreuzen in Schulen reiht sich nahtlos in eine Serie von Debatten ein, die sie immer wieder entfacht. Während sie beim Thema Kopftuchverbot zurückhaltender bleibt – „Ich find’s schwierig, wirklich schwierig“ – ist ihre Haltung zu christlichen Symbolen in Bildungseinrichtungen eindeutig.
Wie der exxpress berichtet, wurde das Interview auch auf krone.tv ausgestrahlt und ist als Podcast abrufbar. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten: In den sozialen Medien und Kommentarspalten überschlagen sich die Meinungen. Kritiker werfen Schilling vor, eine „grüne Ideologie“ zu verfolgen, während Unterstützer ihre Forderung nach einer Trennung von Religion und Bildung begrüßen.
Angst in Wien: Schilling spricht Klartext
Besonders emotional wurde Schilling, als es um das Thema Sicherheit in Wien ging. Auf die Frage, ob sie sich nachts in der Hauptstadt fürchte, antwortete sie: „Ich fürchte mich in der Nacht vor Männern. Nicht vor migrantischen Männern, nicht vor österreichischen Männern.“ Sie kritisierte, dass die Debatte oft einseitig auf migrantische Männer fokussiert werde, anstatt die Sicherheit von Frauen in den Mittelpunkt zu stellen.
Ein Rückblick auf Schillings Karriere
Lena Schilling ist keine Unbekannte in der österreichischen Politik. Ihr Wahlkampf 2024 war geprägt von Kontroversen, darunter Vorwürfe zu angeblich erfundenen Liebesaffären und Belästigungen. Auch ihre Wissenslücken bei EU-Quizfragen sorgten für Spott. Wie der exxpress berichtet, konnte sie beispielsweise nicht korrekt beantworten, wie viele Euro 2000 Cent ergeben.
Doch Schilling zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik. „Es ist ein Teil meiner Geschichte und für mich abgeschlossen. Es ist aber vor allem etwas, woraus ich gelernt habe“, erklärte sie im Interview.
Die Debatte geht weiter
Die Diskussion um Kreuze in Klassenzimmern ist nicht neu, doch Schillings klare Worte haben das Thema erneut ins Rampenlicht gerückt. Während die einen ihre Forderung nach einer säkularen Schule unterstützen, sehen andere darin einen Angriff auf christliche Werte. Eines ist sicher: Lena Schilling bleibt eine der polarisierendsten Figuren der österreichischen Politik.
Credits: APA
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