Leichte Erholung, aber kein Grund zum Jubeln: Fast jeder Zweite unzufrieden mit der Ampel

Leichte Erholung, aber kein Grund zum Jubeln: Fast jeder Zweite unzufrieden mit der Ampel

Eine neue Umfrage zeigt: Die österreichische Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS verliert langsam an Ablehnung – bleibt aber tief im Roten.

Zarte Trendwende oder bloß ein statistisches Zucken? Wie oe24 auf Basis einer aktuellen Lazarsfeld-Umfrage berichtet, sind derzeit 48 Prozent der Österreicher mit der Ampelkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS unzufrieden. Das klingt viel – und das ist es auch. Aber es ist immerhin vier Prozentpunkte weniger als noch vor einer Woche, als der Negativwert bei 52 Prozent lag.

Die Zahlen im Detail

Die Unzufriedenheit teilt sich dabei deutlich auf: 33 Prozent – also jeder Dritte – sind „sehr unzufrieden“ mit Türkis-Rot-Pink. Weitere 15 Prozent bezeichnen sich als „eher unzufrieden“. Zusammen ergibt das den aktuellen Wert von 48 Prozent.

Auf der anderen Seite der Skala: Gerade einmal 4 Prozent sind „sehr zufrieden“ mit der Regierung. Zusammen mit den 20 Prozent, die „zufrieden“ sind, kommt das Koalitionslager auf 24 Prozent positive Bewertungen – ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche.

Schlechter als Schwarz-Grün

Zum Vergleich: Wie oe24 bereits früher berichtete, waren im Februar 2024, wenige Monate vor der Nationalratswahl, mit der damaligen ÖVP-Grünen-Regierung unter Karl Nehammer 50 Prozent unzufrieden – und immerhin 22 Prozent zufrieden. Die aktuelle Ampel schneidet damit nach wie vor schlechter ab als ihr Vorgänger im Amt.

Der aktuelle Wahltrend laut PolitPro sieht die FPÖ klar auf Platz eins mit rund 36 Prozent, während ÖVP bei knapp 21, SPÖ bei 18 und NEOS bei 8 Prozent liegen. Die Regierungsparteien halten gemeinsam eine hauchdünne Parlamentsmehrheit von rund 50 Prozent der Sitze.

Erholung oder Ausreißer?

Ob der leichte Anstieg der Zufriedenheitswerte ein echter Trend ist, bleibt offen. Die Koalition regiert seit rund einem Jahr und hat in dieser Zeit Budgetkonsolidierung und sinkende Inflationszahlen als Erfolge verbucht. Allerdings belasten nach wie vor innenpolitische Streitpunkte das öffentliche Bild – von der Sozialpolitik bis zur Frage, wie viel die einzelnen Parteien in der Koalition von ihrer eigenen Linie durchsetzen können.

Klar ist: Von Rückenwind kann die Ampel noch nicht sprechen. Dafür ist fast jeder Zweite im Land immer noch nicht überzeugt.


Quellen: oe24.at (Lazarsfeld-Umfrage), PolitPro Wahltrend Österreich (Stand 26. Februar 2026)
Credits: APA

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