„JJ macht israelische Opfer zu Aggressoren und spaltet. Das ist enttäuschend, aber vor allem gefährlich“ – so deutlich mahnt nun die Israelitische Kultusgemeinde den offenbar von antisemitischen Gedankengut beeinflussten Song-Contest-Gewinner Johannes Pietsch. Österreich hat einen gewaltigen ESC-Skandal.
Fast alle deutsche Medien berichten umfassend über die Skandal-Aussagen des österreichischen Song-Contest-Siegers, der Schweizer Blick ebenso wie auch spanische und italienische News-Seiten: Dass sich JJ alias Johannes Pietsch eine ESC-Show in Wien ohne jüdische Künstler wünscht, sorgt europaweit für Empörung. Als erste österreichische Politikerin hat Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf die Aussagen des Sängers reagiert, die an eine dunkle Zeit Österreichs erinnern: JJ, so die ÖVP-Politikerin, solle jetzt gleich „einige Geschichts-Stunden nehmen“.
Und während die Bundesregierung, die sich noch am Montag in Selfie-Orgien an den ESC-Sieger geschmiegt hat (siehe: www.exxtra24.at/regierungs-selfie-mit-jj-der-gegen-israel-hetzt/), zu dem gewaltigen Antisemitismus-Skandal schweigt, meldet sich nun Oskar Deutsch, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde mit einem klaren Statement auf X: „JJ rief nach dem ESC auf, Liebe zu verbreiten. Jetzt reiht er sich aber in den Chor der Israel-Hasser ein, macht israelische Opfer zu Aggressoren und spaltet. Das ist enttäuschend, aber vor allem gefährlich. JJ wurde über Nacht zum Star und trägt damit eine große Verantwortung.“
Oskar Deutsch korrigiert damit seine erste Stellungnahme zu JJ, in der er den Sänger noch lobte und auch meinte: „Das Publikumsvoting zeigt, dass Europa tolle Stimmen mag und Liebe über Finsternis siegt.“
Für das Image des 24-jährigen Song-Contest-Gewinners, seine weitere Karriere und auch für den ORF ist die politische Festlegung von JJ auf einen radikalen Anti-Israel-Kurs dramatisch schlecht: Wer will schon ein Album von einem Künstler kaufen, der jüdischen Mitbewerbern den Auftritt bei einem Gesangswettbewerb verbieten will?

Credits: APA
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