Kritik und Spott zu Baerbocks UN-Vorstellungs-Video

Kritik und Spott zu Baerbocks UN-Vorstellungs-Video

Das war wohl nix: Ein Video mit Annalena Baerbock sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für heftige Diskussionen – und jede Menge Spott. Die ehemalige Außenministerin gibt in dem Clip Einblicke in ihre neue Rolle bei den Vereinten Nationen in New York.

In dem Video, das über Baerbocks offiziellen Social-Media-Kanal sowie von der deutschen UN-Vertretung veröffentlicht wurde, führt die Grünen-Politikerin durch ihren neuen Arbeitsplatz im UN-Hauptquartier. Dabei kündigt sie an, sich am 2. Juni zur Präsidentin der UN-Vollversammlung wählen zu lassen – ein Amt, das sie aller Voraussicht nach antreten wird, da kein Gegenkandidat antritt.

Der Beitrag sollte offenbar einen menschlichen, nahbaren Eindruck vermitteln – doch nicht bei allen kam das so an. Besonders auf einem populären Parodie-Account wurde Baerbocks Auftritt mit bissigem Humor begleitet. Die Satire-Seite veröffentlichte das Video mit einem Text, der Baerbocks frühere Versprecher, Kritikpunkte und Klischees über sie vereinte – unter anderem ihre Sprachfehler im Englischen, ihre Ausgaben für Kosmetik und ihr Klima-Engagement trotz Flugreisen.

Spott über Sprache, Auftreten

In den Kommentarspalten machten sich Nutzer über Baerbocks Akzent, ihr Auftreten und die Präsentation im Video lustig. Ein Kommentator schrieb: „Nicht gerade das beste Aushängeschild für britische Bildungseinrichtungen.“ Andere witzelten über ihre Aussprache oder schlugen ironisch vor, sie solle lieber zur Deutschen Bahn wechseln – dort sei ihr Englisch besser aufgehoben. Selbst Baerbocks Gang wurde von einigen Nutzern ins Visier genommen. „Sie wirkt wie eine überforderte Praktikantin in einem internationalen Planspiel“, lautete ein sarkastischer Kommentar.

Auch unter dem Originalbeitrag der deutschen UN-Vertretung ließ die Kritik offenbar nicht lange auf sich warten. Die Kommentarfunktion wurde kurz darauf deaktiviert. Zur Begründung verwies die Vertretung auf ihre Netiquette-Regeln und erklärte, man behalte sich vor, Kommentare zu löschen, die gegen diese verstoßen.

Baerbocks angestrebte Wahl zur Präsidentin der UN-Vollversammlung gilt international als diplomatisch bedeutsam – das Amt ist prestigeträchtig, wenngleich politisch nicht mit direkter Macht verbunden. Dass ihre Rückkehr auf die große Bühne jedoch von öffentlichem Spott begleitet wird, zeigt, wie stark ihre Person in der innenpolitischen Debatte weiterhin polarisiert.

Credit: APA

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