Kritik an Meinl-Reisingers „Airshow“: Rückholaktion oder PR-Inszenierung?

Kritik an Meinl-Reisingers „Airshow“: Rückholaktion oder PR-Inszenierung?

Die Rückholaktion österreichischer Staatsbürger aus dem Nahen Osten sorgt für hitzige Diskussionen. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) steht im Kreuzfeuer der Kritik – und das nicht nur von der Opposition.

Empfang am Rollfeld: PR oder Pflicht?

Mit großem Medienaufgebot empfing Meinl-Reisinger die ersten Rückkehrer am Flughafen Wien-Schwechat. Bilder und Videos des Rollfeld-Auftritts wurden prompt über die Social-Media-Kanäle des Außenministeriums verbreitet. Die FPÖ spricht von einer „inszenierten Airshow“ und wirft der Ministerin vor, die Rückholaktion für Eigen-PR genutzt zu haben. „Das war keine Rettungsaktion, sondern eine Show“, so ein FPÖ-Sprecher.

18.000 Österreicher in der Krisenregion

Die Lage im Nahen Osten hatte Österreich dazu veranlasst, eine großangelegte Evakuierungsaktion zu starten. Laut Außenministerium waren rund 18.000 Österreicher in der Region registriert. Über 800 Menschen wurden ausgeflogen, weitere 1.200 bei der Ausreise unterstützt. Doch nicht alle sind zufrieden: Ein in Dubai gestrandeter Österreicher kritisierte öffentlich das Krisenmanagement. „Andere Länder haben ihre Bürger längst ausgeflogen, während wir auf uns allein gestellt waren“, so der Unternehmer Thomas Treml.

„Jedes Mal kann man lernen“

In der „ZIB2“ verteidigte Meinl-Reisinger die Aktion. „Wir haben ganz viel positive Rückmeldungen erhalten“, betonte sie. Dennoch räumte sie Schwierigkeiten ein: Überlastete Botschaftsleitungen, kurzfristige Landegenehmigungen und leere Plätze in gecharterten Bussen seien Herausforderungen gewesen. „Jedes Mal kann man lernen“, so die Ministerin.

Opposition fordert Aufklärung

Die FPÖ kündigte eine parlamentarische Anfrage an, um die Kosten und Organisation der Rückholaktion zu prüfen. Auch die Frage, ob die Aktion tatsächlich im Interesse der Betroffenen oder eher der Eigenwerbung der Ministerin diente, soll geklärt werden.

Quellen: exxpress.at, orf.at, heute.at
Credits: APA

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