Chaotische Szenen in den Niederlanden. Was als Protest für eine strengere Asylpolitik begann, endete am Samstag in offener Straßenschlacht. In Den Haag lieferten sich hunderte Randalierer heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es flogen Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper. Die Bilanz: brennende Polizeiautos, Verletzte und zahlreiche Festnahmen.
Polizeiauto in Flammen – Beamte mit Tränengas im Einsatz
Die Lage eskalierte, als sich tausende Menschen einem Protest anschlossen, der von einem rechten Aktivisten organisiert wurde. Wie die BILD berichtet, stießen größere Gruppen mit der Polizei zusammen. Ein Polizeiwagen wurde in Brand gesteckt, eine Autobahn kurzzeitig blockiert. Um die gewalttätigen Demonstranten zu vertreiben, setzte die Polizei nach eigenen Angaben Tränengas und Wasserwerfer ein. Mindestens 30 Personen wurden verhaftet, zwei Polizisten verletzt.
Wie die Tagesschau meldet, marschierte eine Gruppe von etwa 1.500 Demonstranten auf die Autobahn A12, die durch Den Haag verläuft, und legte den Verkehr lahm. Im Stadtzentrum gingen die Krawalle weiter. Randalierer schlugen die Fenster der Zentrale der linksliberalen Partei D66 ein.
Flaggen mit Nazi-Vergangenheit und scharfe Worte von Wilders
Besonders brisant: Laut Berichten von Welt und Tagesschau schwenkten einige Demonstranten orange-weiß-blaue Flaggen. Diese sogenannten Prinzenflaggen dienten einst der National-Sozialistischen Bewegung (NSB) der Niederlande als Symbol und werden heute von Rechtsextremisten verwendet.
Die Gewalt löste parteiübergreifend Entsetzen aus. Justizminister Foort van Oosten sagte:
„Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, aber Hände weg von unseren Polizisten!“
Sogar der bekannte Populist und Migrations-Gegner Geert Wilders, der eigentlich als Redner eingeladen war, aber nicht teilnahm, fand klare Worte. Er verurteilte die Gewalt gegen die Polizei als „völlig inakzeptabel“ und bezeichnete die Angreifer als „Idioten“, wie die BILD aus einer seiner Nachrichten auf der Plattform X zitiert. Er forderte, die Randalierer „knallhart“ anzupacken. Die Ausschreitungen ereignen sich gut einen Monat vor den Parlamentswahlen in den Niederlanden, bei denen das Thema Migration eine zentrale Rolle spielt.
Credits: APA
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