Während Brüssel noch über die nächste Regulierung debattiert, greift Elon Musk längst nach den Sternen. Die neuesten Zahlen der Raumfahrt aus dem Jahr 2025 lesen sich für den europäischen Kontinent wie ein schlechter Scherz. Die nackte Wahrheit lautet: Im Wettlauf um das Weltall spielt Europa praktisch keine Rolle mehr.
David gegen den bürokratischen Goliath
Die Diskrepanz könnte gigantischer kaum sein. Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX beförderte im vergangenen Jahr sage und schreibe 162 Raketen erfolgreich ins All. Und die Europäische Union? Die brachte im selben Zeitraum gerade einmal acht Starts zustande. Europa wird regelrecht in den kosmischen Staub geschickt.
Auch internationale Beobachter staunen über die Dominanz des US-Unternehmens. Wie das US-Magazin Jalopnik berichtet, versuchte die Menschheit im Jahr 2025 weltweit insgesamt 320 Raketen in die Umlaufbahn zu bringen. SpaceX absolvierte davon mehr als die Hälfte. Musk schickt im Schnitt jeden zweiten Tag eine Rakete hoch – ein Tempo, bei dem den europäischen Behörden schwindelig wird.
Europas Krankheit: Zu viel Staat, zu wenig Freiheit
Doch warum hinkt Europa so unfassbar weit hinterher? Der renommierte Historiker und Bestsellerautor Rainer Zitelmann liefert dafür eine klare Diagnose. In seinem Buch „Weltraumkapitalismus“ und im Interview mit exxpress.at bringt er es auf den Punkt: Europas Raumfahrt leidet an massiver Überregulierung und staatlicher Dominanz.
„Ein einziges Privatunternehmen schafft mehr als ganz Europa zusammen“, stellt Zitelmann treffend fest. Während Musk mutig investiert und testet, ersticken europäische Visionen in bürokratischen Fördertöpfen. Selbst China, sonst ein Musterbeispiel für staatliche Kontrolle, hat den Schuss gehört. Peking ließ laut Zitelmann bereits vor rund zehn Jahren private Anbieter zu. Heute tummeln sich dort stolze 450 private Raumfahrtunternehmen. Europa hingegen schaut nur von der Tribüne aus zu.
Die Wunderwaffe der Wiederverwendbarkeit
Das Geheimnis hinter dem unfassbaren Erfolg von SpaceX ist die Technik. Wie das Portal Primetimer berichtet, setzte Musks Unternehmen 2025 bei allen orbitalen Missionen auf die bewährte Falcon 9. Der absolute Clou dieser Rakete ist ihre Wiederverwendbarkeit.
Früher funktionierte Raumfahrt so, als würde man ein teures Flugzeug nach nur einem einzigen Flug direkt verschrotten. Musk hat dieses absurde System beendet. Die Booster der Falcon 9 kehren auf die Erde zurück und landen zentimetergenau. Ein einziger Booster ist laut Jalopnik bereits 32 Mal geflogen. Das senkt die Kosten drastisch. Zitelmann rechnet vor, dass die Startkosten heute bei nur noch etwa fünf Prozent der Kosten des alten Space Shuttles liegen.
Der Weltraum ist unser Alltag
Wer nun glaubt, dieser Wettlauf sei reine Spielerei für Milliardäre, der irrt gewaltig. Die Raumfahrt bestimmt schon heute unser Leben auf der Erde. Navigation, Internet, Finanzmärkte und Militärtechnik hängen am Tropf der Satelliten. Wie wichtig diese Infrastruktur ist, zeigte sich im Ukrainekrieg. Ohne Musks Starlink-Netzwerk hätte die ukrainische Kommunikation nach russischen Angriffen wohl schnell vor dem Kollaps gestanden.
In Zukunft geht es um noch viel mehr: Solarenergie aus dem All, gigantische Rechenzentren in der Schwerelosigkeit und der Abbau seltener Rohstoffe auf Asteroiden. Es winken Geschäfte in Billionenhöhe. Wenn Europa nicht endlich die Fesseln der Bürokratie löst und mutigen Unternehmern freie Bahn lässt, wird dieser Reichtum exklusiv zwischen den USA und China aufgeteilt.
Quellen: exxpress.at, Jalopnik, Primetimer
Credits: APA
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