Kniefall vor politischer Korrektheit: Aus mordenden Türken werden nun Osmanen

Kniefall vor politischer Korrektheit: Aus mordenden Türken werden nun Osmanen

Auf X beurteilen viele User diesen Kniefall des Wien Museums als „sehr peinlich“: Die städtischen Sammler und Archivare erklärten jetzt die Türken, die Wien belagerten, zu Osmanen, um „Feindbilder zu reduzieren“. Und das Museum liefert jetzt noch einige woke Kuriositäten.

Die seit Jahrhunderten überlieferten Türkenbelagerungen 1527 und 1683 werden jetzt vom neu umgebauten Wien Museum am Karlsplatz umgedichtet: Es waren nämlich die „Osmanen“, ermahnt die Museumsleitung die Besucher zu politischer Korrektheit. Und alle, die noch immer die berühmte Entsatzschlacht im September 1683 als „Rettung“ sehen, würden „Feindbilder“ verbreiten. Dass die türkischen Truppen und ihre Hilfstruppen etwa 40.000 Zivilisten in den Vorstädten Wiens ermordet oder verschleppt haben, sollte dann bitte auch nicht irgendwie ein „Feindbild“ irritieren.

Die Autoren des Blogs maerz.at kritisieren nun deutlich auf X diese „Geschichtspropaganda mit Steuergeld“: So wird von den Gestaltern des Wien Museums auch immer wieder mehr oder weniger dezent versucht, die Zuwanderung nach Wien als immer schon gegeben, also als „normal“ darzustellen – von der Römerzeit mit der Erwähnung der „syrischen Legionäre“, so wie auch mit der Erklärung, dass schon „im 17. und 18. Jahrhundert 50 Personen mit afrikanischer Abstammung in Wien lebten“, von fünf dieser Zuwanderer sei auch etwas mehr bekannt.

Schon um 1700 feierten Wiener mit Osmanen das Ende des Ramadan

Und auch die Islamisierung in den Schulen und von ganzen Bezirken sollte den Wienern keine Sorgen machen, denn: „1700 haben nette Wiener in Wien mit einer osmanischen Delegation das Ende des Ramadan mitgefeiert“ – das wird im Museum nun auch kommuniziert.

Die Kollegen von maerz.at schreiben dazu: „Das Wienmuseum instrumentalisiert die Vergangenheit in vielen Bereichen sehr offensichtlich um Entwicklungen in der Gegenwart zu rechtfertigen. Es geht hier nicht um richtig oder falsch, sondern um die offensichtliche Instrumentalisierung der Vergangenheit für die Gegenwart. Die Wiener empfanden das Ende der 200 Jahre Türkenkriege als Befreiung vom Türkenjoch. Das wurde jahrhundertelang auch so dargestellt. Heute traut man sich das nicht mehr und versucht isoliert auf diesen Konflikt zu blicken, der doch essentiell für das Land war.“

Das Wien Museum am Karlsplatz – Credits: APA, Screenshot

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