Klimaziele im Chaos: Warum Österreich und die EU auf der Bremse stehen

Klimaziele im Chaos: Warum Österreich und die EU auf der Bremse stehen

Die EU wollte glänzen. Bei der UN-Generalversammlung in New York und der Klimakonferenz in Brasilien sollten ambitionierte Klimaziele präsentiert werden. Doch statt klarer Ansagen gibt es nur leere Worte. Die EU plant, den CO₂-Ausstoß bis 2035 um 70 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent zu reduzieren. Klingt gut? Nicht für alle.

Österreich: Bremsklotz oder Realist?

Österreichs Umweltminister Norbert Totschnig sieht keinen Grund zur Eile. „Wir müssen auf unsere Industrie schauen“, betont er. Besonders die Landwirtschaft soll geschont werden, und auch beim Handel mit CO₂-Zertifikaten fordert Österreich strengere Regeln. Kritiker wie die grüne EU-Abgeordnete Lena Schilling sind entsetzt: „Österreich ist ein Bremsklotz!“

Minister reden, aber handeln nicht

Das jüngste Treffen der EU-Umweltminister in Brüssel war ein Desaster. Statt Entscheidungen gab es nur Diskussionen. Die Klimaziele für 2035 und 2040? Vertagt. Jetzt sollen die Staats- und Regierungschefs Ende Oktober entscheiden. Ein fatales Signal, wie Umweltschützer meinen.

Schäbige Deals oder notwendige Kompromisse?

Besonders umstritten ist der internationale Handel mit CO₂-Zertifikaten. Industrieländer können ihre Emissionen an ärmere Staaten „verkaufen“. Für Österreich ein heikles Thema, das streng kontrolliert werden soll. Doch Kritiker sehen darin nur eine Ausrede, um echte Maßnahmen zu verzögern.

Credits: APA

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