Klimaticket-Schock in Oberösterreich: Preisexplosion sorgt für Empörung

Klimaticket-Schock in Oberösterreich: Preisexplosion sorgt für Empörung

Ab dem 1. Januar 2026 wird das Klimaticket in Oberösterreich deutlich teurer – und das sorgt für hitzige Diskussionen. Während die Politik von „notwendigen Anpassungen“ spricht, fühlen sich viele Bürger schlichtweg abgezockt. Die Preise steigen um bis zu 19 Prozent, was Oberösterreich zum teuersten Bundesland für Klimatickets macht. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind“, kritisiert die Klima-Allianz.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht.“

Die Zahlen sprechen für sich: So teuer wird es

Die Preiserhöhung trifft vor allem Pendler hart. Das regionale Klimaticket OÖ (ohne Linz, Wels und Steyr) wird künftig 467 Euro kosten – ein Plus von 74 Euro. Noch drastischer ist die Steigerung beim Klimaticket OÖ Gesamt, das auch die Stadtverkehre umfasst: Hier steigt der Preis von 592 auf satte 703 Euro. Zum Vergleich: In Salzburg bleibt die Erhöhung mit 1,5 Prozent moderat, und in Kärnten gibt es gar keine Anpassung.

Kritik von allen Seiten: „Das treibt die Menschen zurück ins Auto!“

Die Grünen und die Klima-Allianz laufen Sturm gegen die Preiserhöhung. „Ein günstiges Ticket ist die Grundvoraussetzung, damit die Menschen auf Bus und Bahn umsteigen“, betont der grüne Klimaschutz-Landesrat Stefan Kaineder. Er fordert einen Preisdeckel und eine soziale Staffelung der Tarife. Die Klima-Allianz geht noch weiter: „Wer Klimaschutz ernst nimmt, darf Öffi-Fahren nicht zum Luxus machen“, heißt es in einer Aussendung. Besonders pikant: Die zusätzlichen Einnahmen von 3 bis 4,5 Millionen Euro jährlich entsprechen in etwa den Förderungen, die das Land Oberösterreich dem Linzer Flughafen zukommen lässt.

Rechnungshof: Klimaticket verfehlt Klimaziele

Auch der Rechnungshof meldet sich kritisch zu Wort. Laut einem Bericht bringt das Klimaticket bisher nur „geringen Nutzen für die Umwelt“. Zwar wurden 2023 doppelt so viele Tickets verkauft wie prognostiziert, doch die erhoffte CO₂-Reduktion blieb aus. Die aktuelle Preiserhöhung könnte die Situation weiter verschärfen, da viele Menschen wieder auf das Auto umsteigen könnten.


Quellen: oe24.atSalzburg24MeinBezirk.at
Credits: APA

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