Klimaticket in der Kritik: Gewessler empört über sinkende Verkaufszahlen – Preiserhöhungen als Hauptgrund

Klimaticket in der Kritik: Gewessler empört über sinkende Verkaufszahlen – Preiserhöhungen als Hauptgrund

Die Preiserhöhungen des Klimatickets scheinen eine zentrale Rolle bei diesem Rückgang zu spielen. Der Preis stieg im Jahr 2025 in zwei Schritten von 1.095 Euro auf 1.300 Euro. Mit Jahresbeginn 2026 wurde das Ticket erneut verteuert und kostet nun 1.400 Euro. Diese Erhöhungen wurden mit der Budgetknappheit des Bundes und der allgemeinen Teuerung begründet. Seit der Einführung des Tickets im Jahr 2021 ist der Preis um insgesamt 27,9 Prozent gestiegen.

Reaktionen aus der Politik

Grünen-Chefin Leonore Gewessler, die das Klimaticket als Ministerin eingeführt hatte, zeigte sich empört über die Entwicklung. Sie kritisierte, dass Menschen, die täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, stärker belastet werden, während wohlhabende Personen, die mit Privatjets reisen, keinen fairen Beitrag leisten. Gewessler betonte, dass die reichsten zehn Prozent der Haushalte in Österreich rund 56 Prozent der konsumbasierten Emissionen verursachen.

Konstante Behalterate

Trotz der Preiserhöhungen blieb die Behalterate laut Ministerium relativ stabil. Die Zahl der Neukunden ging jedoch leicht zurück. Ende 2023 gab es 266.162 aktive Klimatickets, Ende 2024 stieg die Zahl auf 326.315, bevor sie bis November 2025 auf 319.792 sank.

Quellen: oe24.at, Anfragebeantwortung von Verkehrsminister Peter Hanke
Credits: APA

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