Die Entscheidung in der Kärntner Künstlerstadt Gmünd ist gefallen. Claus Faller von der „Liste Jury“ geht als Sieger aus der Bürgermeister-Stichwahl hervor. Mit 59,42 Prozent der Stimmen ließ er seine Konkurrentin Sylvia Petschar von der SPÖ hinter sich. Die Wahl markiert einen wichtigen Moment für den Ort und bestätigt die bisherige politische Richtung.
Wähler sprechen Machtwort
Der Weg ins Bürgermeisteramt führte über eine Stichwahl, nachdem im ersten Wahlgang am 18. Jänner keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte. Bereits damals hatte Claus Faller mit 45,02 Prozent die Nase vorn, wie das Nachrichtenportal 5min.at berichtete. Sylvia Petschar sicherte sich mit 30,14 Prozent das Ticket für das finale Duell. Der Showdown am Sonntag mobilisierte die Gemeinde noch einmal kräftig: Die Wahlbeteiligung lag laut einer Aussendung des Landes Kärnten bei 71,9 Prozent. Insgesamt gaben 918 Wähler ihre Stimme für Faller ab, während Petschar auf 627 Stimmen kam.
Faller, Bundesheer-Bediensteter und bisheriger interimistischer Amtsleiter nach dem Rücktritt seines Vorgängers Josef Jury, kann nun offiziell auf dem Chefsessel Platz nehmen. Wie die Kronen Zeitung schreibt, war der Jubel bei seinen Anhängern groß. „Es ist ein tolles Ergebnis. Der Wähler hat wie immer recht und in diesem Fall auch“, kommentierte Faller seinen Sieg. Er dankte zudem seinem Vorgänger Josef Jury für die „gute Vorarbeit“.
Reaktionen aus den politischen Lagern
Gratulationen für den neuen Ortschef kamen prompt von der Kärntner FPÖ. Parteichef Erwin Angerer stattete Gmünd noch am Wahlabend einen Besuch ab und zeigte sich laut Krone erfreut: „Wenn zwei Drittel der Bevölkerung hinter dir stehen, heißt das schon was.“ Die „Liste Jury“ gilt als FPÖ-nahe, womit der Sieg auch als Bestätigung für deren politischen Einfluss in der Region gewertet wird.
Für die unterlegene SPÖ-Kandidatin Sylvia Petschar war das Ergebnis zwar eine Enttäuschung, sie zeigte sich jedoch gefasst. „Es war eine sehr herausfordernde Zeit, ich bin ja auch ein kompletter Neuling in der Politik“, so die Lehrerin gegenüber der Kronen Zeitung. Trotz der Niederlage blickt die SPÖ nach vorne. SPÖ-Landesparteivorsitzender Daniel Fellner äußerte sich optimistisch im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2027. Sowohl er als auch SPÖ-Landesgeschäftsführer David Pototschnig gratulierten Claus Faller zum Wahlerfolg.
Quellen: oe24.at, krone.at, 5min.at, stadtgmuend.at
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