Beim 34. ordentlichen Landesparteitag der Tiroler FPÖ in Mayrhofen flogen die Fetzen. Bundesparteiobmann Herbert Kickl nutzte die Bühne für eine Generalabrechnung mit dem politischen Gegner, allen voran mit SPÖ-Chef Andreas Babler. Mit scharfen Worten und unter dem Jubel seiner Anhänger malte Kickl ein düsteres Bild der SPÖ und ihres Personals.
„Gescheiterte Existenzen werden irgendwo entsorgt“
Im Zentrum von Kickls Attacke stand SPÖ-Vorsitzender Andreas Babler. Der FPÖ-Chef prognostizierte Babler eine kurze Zukunft an der Spitze seiner Partei. Wie oe24.at berichtet, fiel in diesem Zusammenhang der wohl härteste Sager des Tages. Kickl sprach davon, dass „gescheiterte Existenzen irgendwo entsorgt“ würden. Er spielte damit auf den, seiner Meinung nach, „typischen Postenschacher“ an, bei dem unliebsame Politiker auf gut dotierte Posten, beispielsweise in der EU, abgeschoben werden.
Jubel für Umfragewerte und Seitenhieb auf Dornauer
Gleich zu Beginn seiner Rede heizte Kickl die Stimmung im Europahaus in Mayrhofen an. Er verwies auf eine aktuelle oe24-Umfrage, die ihm einen Rekordwert in der Kanzlerfrage bescheinigt. Demnach würden ihn 30 Prozent der Österreicher direkt zum Bundeskanzler wählen – eine Zahl, die vom Parteitag mit lautem Beifall quittiert wurde.
Auch die internen Querelen der SPÖ ließ Kickl nicht unkommentiert. Den Rauswurf des Tiroler SPÖ-Chefs Georg Dornauer bezeichnete er als nicht gerechtfertigt. Eine unerwartete Solidaritätsbekundung, die wohl vor allem dazu diente, die Zerrissenheit des politischen Gegners weiter hervorzuheben. Der Parteitag, bei dem Landesparteiobmann Markus Abwerzger mit einem Traumergebnis wiedergewählt wurde, stand damit ganz im Zeichen der verbalen Offensive von Herbert Kickl.
Credits: APA
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