Kickl im ORF-Sommergespräch: „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ gegen die Inflation

Kickl im ORF-Sommergespräch: „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ gegen die Inflation

Herbert Kickl (FPÖ) hat im letzten ORF-„Sommergespräch“ des Jahres 2025 ordentlich ausgeteilt. Sein Rezept gegen die Inflation? Ein Mix aus Steuerstreichungen, Gas aus Russland und einem klaren „Nein“ zur CO2-Kriminalisierung. Doch das war längst nicht alles.

„Die Regierung hat versagt!“

Mit scharfen Worten eröffnete Kickl das Gespräch mit Moderator Klaus Webhofer. Die aktuelle Regierung habe die Wirtschaft „an die Wand gefahren“, so der FPÖ-Chef. Besonders die hohen Energiepreise seien ein „hausgemachtes Problem“, das durch die „Kriminalisierung von CO2“ noch verschärft werde. Seine Lösung? „Zurück zu russischem Gas!“ Wie der ORF berichtet, sieht Kickl darin einen „Befreiungsschlag“ für die österreichische Wirtschaft.

Steuerstreichungen und Sparmaßnahmen

Kickl präsentierte ein Maßnahmenpaket, das er als „Erste-Hilfe“ für die Bevölkerung bezeichnete. Dazu gehören die Streichung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und eine Strompreisbremse. Doch wie soll das finanziert werden? Kickl will bei internationalen Hilfen, Asylkosten und EU-Beiträgen den Rotstift ansetzen. „Wir könnten locker fünf bis sechs Milliarden Euro einsparen, wenn wir die Förderungen auf das Vor-Corona-Niveau zurückfahren“, so der FPÖ-Chef.

„Die Pensionisten werden ausgenommen!“

Auch beim Thema Pensionen ließ Kickl kein gutes Haar an der Regierung. Die geplante Erhöhung unterhalb der Inflationsrate sei ein „Schlag ins Gesicht“ der älteren Generation. „Es braucht 2,7 Prozent für alle – ohne soziale Staffelung!“, forderte er. Gleichzeitig sprach er sich für eine Nulllohnrunde bei Spitzenbeamten aus, während Polizisten und andere „Frontberufe“ mehr Unterstützung erhalten sollten.

Gas aus Russland: Ein Tabu-Thema?

Besonders brisant: Kickls Vorschlag, wieder Gas aus Russland zu importieren. „Wenn wir schon abhängig sind, dann lieber von einem Land, das uns günstiges Gas liefert“, erklärte er. Zudem kritisierte er das „halsbrecherische Tempo“ beim Ausbau erneuerbarer Energien, das die Strompreise in die Höhe treibe.

Ein Seitenhieb auf die ÖVP

Kickl nutzte die Gelegenheit, um auch gegen die ÖVP auszuteilen. Die Volkspartei sei „zu echtem Wandel nicht bereit“ und habe die Koalitionsverhandlungen Anfang des Jahres „blockiert“. Gleichzeitig lobte er die Zusammenarbeit auf Landesebene, wo die ÖVP „näher an den Menschen“ sei.

Credits: APA

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