Zur bereits schlechten Sonntagsfrage kommt für die SPÖ eine weitere Umfrage-Hiobsbotschaft hinzu: Bei der direkten Kanzlerfrage landet Parteichef Andreas Babler nur noch auf einem der letzten Plätze – sogar Grünen-Chefin Leonore Gewessler liegt inzwischen vor ihm.
Nur sieben Prozent für Babler
Laut der aktuellen Kanzlerfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24 würden derzeit lediglich sieben Prozent der Befragten Babler direkt ins Kanzleramt wählen. Schlechter schneidet in dieser Erhebung nur die unter anhaltendem FPÖ-Dauerbeschuss stehende Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) ab, die auf sechs Prozent kommt.
Gewessler zieht an Babler vorbei
Besonders bitter für die SPÖ: Babler wurde inzwischen von Grünen-Chefin Gewessler überholt, die selbst nicht unbedingt als Popularitätsweltmeisterin gilt – mit acht Prozent liegt sie dennoch klar vor dem SPÖ-Chef.
Auch Stocker mit schwachem Wert – aber Kickl weit voran
Ebenfalls kein Ruhmesblatt liefert die Kanzlerfrage für den amtierenden Regierungschef: Christian Stocker (ÖVP) kommt auf elf Prozent – ein schwacher Wert für einen amtierenden Kanzler, wenngleich er nach seinem vieldiskutierten Kinderbetreuungs-Sager nur einen einzigen Prozentpunkt verliert. Herausforderer Herbert Kickl (FPÖ) hingegen erreicht trotz seiner auffälligen Zurückhaltung während des Sommers aktuell 34 Prozent – mehr als dreimal so viel wie der amtierende Kanzler.
Ein Ergebnis, das die SPÖ-Krise zusätzlich verschärft
Die Zahlen zur Kanzlerfrage fügen sich nahtlos in das bereits schwache Bild der zeitgleich veröffentlichten Sonntagsfrage: Dort war die SPÖ zuvor auf ein historisches Umfragetief von 15 Prozent gefallen. Dass nun ausgerechnet die Grünen-Chefin, selbst keine unumstrittene Figur, an Babler vorbeizieht, dürfte den parteiinternen Druck auf den SPÖ-Vorsitzenden weiter erhöhen.
Credits: Parlamentsdirektion/Katie-Aileen Dempsey
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