FPÖ auf Rekordhoch, SPÖ im freien Fall: Neue Umfrage zeigt historisches Tief für Babler

FPÖ auf Rekordhoch, SPÖ im freien Fall: Neue Umfrage zeigt historisches Tief für Babler

Eine aktuelle Umfrage bringt für die SPÖ die bislang schlechtesten Werte ihrer Geschichte in dieser Erhebungsreihe. Gleichzeitig markiert die FPÖ einen neuen Höchststand – und selbst die ÖVP legt trotz eines eigenen Sommer-Aufregers leicht zu.

Die aktuellen Zahlen im Überblick

Wäre am kommenden Sonntag Nationalratswahl, käme die SPÖ nur noch auf 15 Prozent, wie die aktuelle Lazarsfeld-Umfrage für oe24 zeigt. Befragt wurden dafür 2.000 Personen zwischen 17. und 25. August, die maximale Schwankungsbreite liegt bei 2,2 Prozentpunkten. Die FPÖ liegt mit 38 Prozent (plus ein Punkt) weiterhin klar voran, die ÖVP kommt auf 22 Prozent. Die Grünen erreichen 11 Prozent, die NEOS liegen bei schwachen sieben Prozent, die KPÖ bei drei Prozent, sonstige Parteien kommen zusammen auf vier Prozent.

Ein historischer Tiefstand für die SPÖ

15 Prozent bedeuten für die Sozialdemokraten den schlechtesten Wert, den die wöchentliche Umfrageserie der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24 je gemessen hat. Schon bei der Nationalratswahl 2024 war die SPÖ mit Spitzenkandidat Andreas Babler auf vergleichsweise schwache 21,1 Prozent gekommen – mit dem heutigen Vizekanzler Babler an der Spitze gingen seither nochmals 6,1 Prozentpunkte verloren, das entspricht knapp einem Drittel der einstigen Wählerschaft.

Sommergespräch brachte keine Trendwende

Bemerkenswert ist der zeitliche Zusammenhang mit Bablers Auftritt im ORF-„Sommergespräch“ am vergangenen Montag: Der Umfragezeitraum deckt diesen Termin teilweise mit ab, eine positive Trendwende blieb jedoch aus. Babler hatte dort mit der Aussage aufhorchen lassen, wonach Schönheitsoperationen mit Kassengeldern des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds finanziert würden – eine Behauptung, die seither vielfach widerlegt wurde. Mit nur vier Prozentpunkten Abstand liegen die Grünen unter Leonore Gewessler der SPÖ bereits dicht im Nacken. Setzt sich der Abwärtstrend der Roten fort, könnten die Grünen die SPÖ noch im laufenden Jahr überholen – ein Umstand, der laut oe24 innerhalb der Partei bereits eine neuerliche Führungsdiskussion befeuert.

ÖVP legt trotz Stocker-Sager leicht zu

Auch die ÖVP bleibt mit 22 Prozent unter ihrem Wahlergebnis von 26,3 Prozent zurück. Bundeskanzler Christian Stocker hatte mit seinem missglückten Sommer-Sager, wonach Kinderbetreuung angeblich keine Arbeit sei, für den größten Aufreger des Sommers gesorgt. Dennoch liegt seine Partei aktuell besser als noch zu Beginn der Sommerpause.

NEOS unter Wahlergebnis, Ampel ohne Mehrheit

Deutlich schlechter als beim Wahlergebnis von 9,1 Prozent schneiden die NEOS mit aktuell sieben Prozent ab. In Mandaten umgerechnet hätte die Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS damit keine Mehrheit mehr: 86 Mandate wären zu wenig, um weiterhin zu regieren.

FPÖ stellt erneut Rekordwert auf

Für die FPÖ bedeutet der aktuelle Wert von 38 Prozent den neuerlichen Höchststand in dieser Umfrageserie – und das, obwohl von Parteichef Herbert Kickl während des Sommers vergleichsweise wenig zu hören war. Die Grünen wiederum bauen mit elf Prozent ihren Vorsprung auf die NEOS auf mittlerweile vier Prozentpunkte aus.

Credits: Parlamentsdirektion/​Katie-Aileen Dempsey

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