Kanzler Stocker stürzt historisch ab, FPÖ im Rausch der Rekorde

Kanzler Stocker stürzt historisch ab, FPÖ im Rausch der Rekorde

Während die FPÖ unter Herbert Kickl von einem Umfragehoch zum nächsten eilt, versinkt die Kanzlerpartei ÖVP in einem tiefen Tal der Zahlen. Für Bundeskanzler Christian Stocker persönlich wird die Luft immer dünner – seine Zustimmungswerte sind im freien Fall.

Kanzlerpartei im freien Fall

Die neuesten Zahlen des Linzer Market-Instituts, die im STANDARD veröffentlicht wurden, zeichnen ein düsteres Bild für die Volkspartei. In der Hochrechnung kommt die ÖVP nur noch auf dramatisch schwache 19 Prozent. Wie der STANDARD berichtet, ist die FPÖ mit 37 Prozent beinahe doppelt so stark. Das bedeutet einen gewaltigen Absturz für die Partei, die mit Christian Stocker den Kanzler stellt.

Noch alarmierender sind die persönlichen Werte des Regierungschefs. In der theoretischen Kanzlerfrage fällt Stocker auf gerade einmal zehn Prozentpunkte zurück. Ein historisch schlechter Wert, der die Alarmglocken im Kanzleramt schrillen lassen dürfte.

FPÖ bricht alle Rekorde

Während die Regierungsparteien mit schwindendem Vertrauen kämpfen, scheint die FPÖ unaufhaltsam. Das Portal oe24.at spricht von einem „Raketenstart“ der Blauen. Laut einer Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft für oe24.at liegt die FPÖ mit 38 Prozent nun sage und schreibe 20 Prozentpunkte vor der ÖVP und der SPÖ, die beide bei nur 18 Prozent landen. Damit ist die Partei von Herbert Kickl stärker als die beiden großen Regierungsparteien zusammen.

Interessanterweise wird die FPÖ für ihre harte Oppositionsrolle nicht bestraft, sondern belohnt. Obwohl Herbert Kickl die Chance auf das Kanzleramt nach der letzten Wahl verspielte, profitiert seine Partei von der Unzufriedenheit mit der Regierung. Der Sparkurs der Ampelkoalition, die Teuerung und die schwächelnde Wirtschaft treiben die Wähler offenbar in Scharen zur Opposition.

Vertrauenskrise in die Politik

Das Desaster für die ÖVP ist Teil eines größeren Problems. Eine Umfrage von market.at im Auftrag des STANDARD zeigt ein generell schwindendes Vertrauen in die Regierung und das politische System. Die schlechten Werte für Kanzler Stocker sind somit auch ein Symptom einer tiefen Vertrauenskrise in der Bevölkerung. Nach einem kurzen Sommerhoch für die ÖVP sorgte die Bonzen-Affäre in der Wirtschaftskammer, die zum Rücktritt von Harald Mahrer führte, für einen erneuten Absturz auf die aktuellen Tiefstwerte. Für Kanzler Stocker und seine Partei scheint der Weg aus diesem Umfragetief steinig und weit.

Credits: APA

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