Nach einer krankheitsbedingten Auszeit hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) angekündigt, bei der kommenden Nationalratswahl erneut als Spitzenkandidat seiner Partei antreten zu wollen. Damit beabsichtigt er, sein Amt weiterhin auszuüben und stellte klar, dass eine Entscheidung über seine Nachfolge erst nach der Wahl erfolgen soll. Dies teilte Stocker in einem Interview mit, wie oe24.at berichtet.

Stellungnahmen zur eigenen Person
Stocker erklärte, dass ihn die Aufgabe als Bundeskanzler erfülle. Spekulationen über eine parteiinterne Führungsdebatte während seiner Abwesenheit wies er zurück. Auch ein möglicher Wiedereintritt von Ex-Kanzler Sebastian Kurz in die aktive Politik sei derzeit kein Thema.
Rückkehr nach medizinischer Behandlung
Vergangene Woche nahm Stocker nach einer Rückenoperation seine Arbeit im Kanzleramt wieder auf. Aufgrund einer Verengung der Wirbelsäule hatte er zuvor längere Zeit unter Schmerzen gelitten. Laut eigenen Angaben ist er inzwischen schmerzfrei und wieder im Dienst. Während der Erholungsphase arbeitete er von zuhause, führte Gespräche und empfing Mitarbeitende. Aktuell pendelt er wieder regelmäßig zwischen seinem Wohnort Wiener Neustadt und Wien.
Politisches Umfeld und Reaktionen
Die derzeitigen Umfragewerte zeigen Verluste für die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS, während die FPÖ Zuwächse verzeichnet. Stocker bezeichnete diese Entwicklung als keine Überraschung, verwies aber auf die Herausforderungen im politischen und wirtschaftlichen Umfeld, darunter Ereignisse in der Wirtschaftskammer. Er betonte das Ziel, das Land mit den richtigen Entscheidungen durch diese Zeiten zu führen.

Die FPÖ äußerte Kritik an Stockers Ankündigung. So warf der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz dem Kanzler in einer Aussendung Ablenkungsmanöver von aktuellen Problemen vor und kritisierte dessen Umgang mit den Themen Teuerung und Asylpolitik.
Credits: APA
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