Die österreichische Politik steht still: Bundeskanzler Christian Stocker trauert um seinen Vater Franz Stocker, der im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Der ehemalige Nationalratsabgeordnete und Gewerkschafter hinterlässt eine beeindruckende politische und persönliche Lebensgeschichte.
Ein Leben für die Arbeitnehmer
Franz Stocker, geboren am 1. Januar 1933, widmete sein Leben der Arbeiterschaft. Als Elektromonteur bei der NEWAG (heute EVN) begann er seine berufliche Laufbahn, bevor er sich als Betriebsratsvorsitzender und Gewerkschafter einen Namen machte. Seine politische Karriere führte ihn von 1979 bis 1983 in den Bundesrat und anschließend bis 1993 in den Nationalrat. Für seine Verdienste wurde er mit dem Großen Silbernen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.
Verschobene Budgetverhandlungen
Die Nachricht von seinem Tod erreichte Kanzler Stocker während eines Staatsbesuchs in Indien. Wie das Bundeskanzleramt bestätigte, wurden die für Sonntag geplanten Budgetverhandlungen der ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition verschoben. „Die Gespräche werden ehestmöglich nachgeholt“, hieß es aus Regierungskreisen.
Ein stolzer Vater
Zuletzt konnte Franz Stocker noch miterleben, wie sein Sohn Christian Stocker zum Bundesparteiobmann gewählt und als Kanzler angelobt wurde. Ein Moment, der die enge Verbindung zwischen Vater und Sohn unterstrich.
Abschied in Wiener Neustadt
Franz Stocker lebte bis zuletzt in Wiener Neustadt, wo er nicht nur als Politiker, sondern auch als Familienmensch geschätzt wurde. Neben seinem Sohn Christian hinterlässt er weitere Familienmitglieder, die ihn in liebevoller Erinnerung behalten.
Quellen: oe24.at, Kurier, meinbezirk.at, MSN, Salzburg24
Credits: APA
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