Kaffee und Tee: Werden sie bald Grundnahrungsmittel?

Kaffee und Tee: Werden sie bald Grundnahrungsmittel?

Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sorgt für hitzige Diskussionen. Ab Juli 2026 soll der Steuersatz von derzeit zehn auf unter fünf Prozent sinken. Doch der Österreichische Kaffee- und Tee-Verband fordert: Auch Kaffee und Tee müssen in diese Regelung aufgenommen werden!

Kaffee als Kulturgut in Gefahr?

Für viele Österreicher ist Kaffee mehr als nur ein Getränk – er ist ein Lebensgefühl. Ob im Kaffeehaus, in der Bäckerei oder zu Hause: Kaffee gehört zum Alltag wie das berühmte Wiener Schnitzel. Doch die steigenden Rohkaffeepreise könnten dieses Kulturgut bald zum Luxusgut machen. Laut dem Österreichischen Kaffeeverband sind die Preise für Arabica-Bohnen seit 2019 um 270 Prozent gestiegen, Robusta verzeichnet ein Plus von 250 Prozent. „Wenn die Tasse Kaffee zur Ausnahme wird, leidet nicht nur der Umsatz – sondern auch ein Stück österreichische Seele“, warnt Dr. Johann Brunner, Geschäftsführer des Kaffeeverbands.

Steuerentlastung als Rettungsanker

Der Verband fordert daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Kaffee und Tee. „Ein reduzierter Steuersatz würde helfen, die Preisspirale abzufedern und sicherzustellen, dass Kaffee für alle leistbar bleibt – im Haushalt ebenso wie im Kaffeehaus“, so Brunner weiter. In Ländern wie Deutschland oder Italien gibt es bereits steuerliche Begünstigungen für Kaffee. Warum also nicht auch in Österreich?

Ein Appell an die Politik

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Kaffee und Tee in den Warenkorb der geplanten Mehrwertsteuersenkung aufzunehmen. Denn: Ohne steuerliche Entlastung droht nicht nur ein Rückgang des Konsums, sondern auch ein schleichender Verlust der österreichischen Kaffeekultur. „Kaffee ist Treffpunkt, Morgenritual und ein Stück Identität – für alle Generationen“, betont der Verband.

Quellen: oe24.at, baeckerzeitung.at

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