Job-Verweigerer im Visier: AMS-Chef platzt der Kragen – Ruf nach härteren Strafen!

Job-Verweigerer im Visier: AMS-Chef platzt der Kragen – Ruf nach härteren Strafen!

Während tausende Österreicher jeden Tag brav zur Arbeit gehen, steigt die Zahl jener, die sich ganz offen querlegen. AMS-Wien-Chef Winfried Göschl schlägt nun Alarm. Seine Forderung: Die Samthandschuhe müssen weg.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und sie sorgen für rote Köpfe in der Chefetage des Arbeitsmarktservice. Wie exxpress.at unter Berufung auf aktuelle AMS-Daten berichtet, mussten im Jahr 2025 unglaubliche 162.391 Mal Gelder gesperrt werden. Ob Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe – wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt den Geldhahn zugedreht.

Tausende schwänzen Schulungen

Ein Blick in die Statistik offenbart den wahren Skandal: Fast 80.000 Mal mussten die Beamten durchgreifen, weil die Arbeitswilligkeit schlichtweg fehlte. Besonders dreist: In über 43.000 Fällen erschienen Arbeitslose einfach nicht zu vorgeschriebenen Schulungen – ohne Entschuldigung, ohne Erklärung.

Noch brisanter sind die Zahlen bei jenen, die einen konkreten Job einfach ablehnten oder dessen Aufnahme sabotierten. Hier verzeichnete das AMS laut Bericht knapp 36.000 Fälle. Doch das ist noch nicht die Spitze des Eisbergs.

Totale Verweigerung nimmt zu

Was AMS-Wien-Chef Winfried Göschl besonders sauer aufstößt, ist der Anstieg bei den sogenannten „Totalverweigerern“. Wie exxpress.at weiter ausführt, kletterte die Zahl der Fälle völliger Arbeitsunwilligkeit um satte 17 Prozent auf 1.733 Personen.

Das Problem dabei: Die aktuellen Regeln sind laut Göschl zu zahnlos. Zwar wird diesen Personen das Geld komplett gestrichen, doch das System hat ein riesiges Schlupfloch. Wer auch nur einen einzigen Monat arbeitet, hat sofort wieder Anspruch auf staatliche Unterstützung. Ein Zustand, den der Wiener AMS-Chef so nicht mehr hinnehmen will. Er fordert deutlich strengere Regeln für diese Gruppe.

Beweislast erdrückt die Beamten

Göschl legt den Finger noch tiefer in die Wunde. Es sei mittlerweile „ziemlich schwierig, Sanktionen zu verhängen“, zitiert das Medium den Arbeitsmarkt-Experten. Der Grund: Das AMS muss in aufwendigen Verfahren selbst die Beweise liefern, dass jemand nicht arbeiten will. Ein bürokratischer Hürdenlauf, der die Ahndung von Missbrauch massiv erschwert.

Während also die große Mehrheit der Arbeitslosen ehrlich nach einem neuen Job sucht oder schlichtweg Termine vergisst (über 52.000 Sperren wegen versäumter Kontrolltermine), wächst der Unmut über jene kleine Gruppe, die das System systematisch ausnutzt. Der Ruf nach einem härteren Kurs wird lauter.

Quelle: exxpress.at, AMS
Credits: APA

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