Leipzig – Die Grüne Jugend hat einen neuen Kurs eingeschlagen – und der führt noch weiter nach links! Mit dem Abgang der umstrittenen Jette Nietzard (26), die als „Pöbel-Jette“ bekannt wurde, scheint der Nachwuchs der Grünen Partei entschlossener denn je, radikale Positionen zu vertreten. Wie die Bild berichtet, markiert Nietzards Rücktritt den Beginn eines Linksrucks innerhalb der Organisation.
Ein radikaler Neustart?
Am Samstag wurde in Leipzig ein neues Führungsduo gewählt: Henriette Held (23) und Luis Bobga (23). Beide machten direkt klar, dass sie die Grünen weiter nach links rücken wollen. Held, eine Jurastudentin aus Berlin, erklärte: „Die Klimakrise ist eine Klassenfrage. Jetzt ist die Zeit, Verteilungsfragen zu stellen!“ (Bild, 11.10.2025). Ihr Co-Vorsitzender Bobga ging noch weiter:
„Wir können und wir werden diese Partei wieder auf links drehen!“ Diese Ansage wurde laut Bild mit tosendem Applaus quittiert.
Klassenkampf statt Kompromisse
Der Ton in Leipzig war alles andere als moderat. Im Leitantrag des neuen Vorstands, der den Titel „Radikal gerecht: Weil wir unsere Träume nicht vergessen wollen“ trägt, wird der Kapitalismus abgelehnt und die Ampelkoalition als zu angepasst kritisiert. Die Grünen im Bund? Zu brav, so die Meinung des Nachwuchses. Stattdessen will die Grüne Jugend laut und unbequem sein – und das könnte zu Konflikten mit der Mutterpartei führen, insbesondere bei Themen wie der Wehrpflicht (Bild, 11.10.2025).
Pöbel-Jette hinterlässt Chaos
Jette Nietzard, die bisherige Bundessprecherin, sorgte während ihrer Amtszeit für zahlreiche Skandale. Sie posierte mit einem „ACAB“-Pullover („Alle Polizisten sind Schweine“), beleidigte CSU-Chef Markus Söder als „Hundesohn“ und dachte in einem Podcast laut über „bewaffneten Widerstand“ nach, falls die AfD an die Macht käme (Bild, 11.10.2025). Doch nicht nur öffentlich polarisierte sie – auch intern gab es massive Vorwürfe. Laut dem Spiegel wird ihr Mobbing und Machtmissbrauch vorgeworfen. Sie soll Mitglieder angeschrien, eingeschüchtert und öffentlich diffamiert haben. Nietzard selbst spricht von einer „Diffamierungskampagne“ und fordert eine Untersuchung.
Ein Verband im Umbruch
Unter Nietzard und ihrem Co-Chef Jakob Blasel wuchs die Grüne Jugend auf 19.000 Mitglieder an. Doch der Preis war hoch: Blasel, einst ein prominentes Gesicht von Fridays for Future, zog sich frustriert zurück, nachdem Nietzards Unterstützer eine Kampfkandidatur gegen ihn initiierten. Insider sprechen von einem „Racheakt von Jette an Jakob“ (Bild, 11.10.2025).
Credits: APA
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