Globale Krisenherde und eine von vielen Medien getriebene Kriegshysterie – kein Wunder, dass in Europa die Sorge vor einem neuen großen Krieg wächst. Eine aktuelle Umfrage von YouGov zeigt: Ein erheblicher Teil der Bevölkerung in fünf großen EU-Staaten hält einen weiteren Weltkrieg in naher Zukunft für realistisch.
Für die Erhebung wurden Anfang April 7095 Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien befragt. Das Ergebnis: Zwischen 41 und 55 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass es in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu einem neuen globalen Krieg kommen könnte. Besonders alarmierend: Die Mehrheit ist überzeugt, dass in einem solchen Szenario Atomwaffen zum Einsatz kämen, berichtet aktuell Euronews.
Deutschland besonders skeptisch
Die Wahrnehmung eines möglichen Kriegsausbruchs variiert zwischen den Ländern: In Großbritannien glauben 89 Prozent, dass das eigene Land in einen solchen Konflikt verwickelt wäre – der höchste Wert der Umfrage. Auch in Italien gehen immerhin 66 Prozent davon aus, dass sie selbst betroffen wären. Ähnliche Werte zeigen sich in den übrigen Ländern.
Zugleich herrscht jedoch verbreitetes Misstrauen gegenüber der militärischen Einsatzfähigkeit der eigenen Nation. Während in Frankreich mit 44 Prozent noch fast die Hälfte der Befragten glaubt, dass die nationale Armee ihr Land im Ernstfall verteidigen könnte, ist das Vertrauen andernorts deutlich geringer.
Besonders kritisch fällt die Einschätzung in Deutschland aus: Lediglich 16 Prozent der Befragten trauen der Bundeswehr zu, einen groß angelegten militärischen Konflikt zu bewältigen. Auch in Italien (20 Prozent), Spanien (22 Prozent) und Großbritannien (25 Prozent) ist das Vertrauen in die Streitkräfte schwach ausgeprägt.
Die Umfrage verdeutlicht ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit in Europa – nicht nur wegen geopolitischer Spannungen, sondern auch aufgrund mangelnden Vertrauens in staatliche Sicherheitsstrukturen und auch aufgrund der verbreiteten Kriegshysterie, wie das einige große Medien bewusst praktizieren.
Credit: Grok/YouGov

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