Jared Kushner lobt den albanischen Premierminister Edi Rama

Jared Kushner lobt den albanischen Premierminister Edi Rama

Auf dem Internationalen Wirtschaftsgipfel in Tirana 2025 hat Jared Kushner, Investor und Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, seine ausdrückliche Bewunderung für Albaniens Premierminister Edi Rama zum Ausdruck gebracht.

In einer Videobotschaft, die im Rahmen des Forums ausgestrahlt wurde, sagte Kushner: „Edi ist ein sehr fähiger, starker und kluger Politiker. Die albanische Regierung leistet Arbeit, die zu Investitionen, Entwicklung, Tourismus, Beschäftigungswachstum und höheren Löhnen führt. Es werden genau die richtigen Dinge getan“ – eine Aussage, die vom albanischen Nachrichtenportal BalkanWeb am 17. Mai 2025 dokumentiert wurde.

Kushners Lob kommt nicht von ungefähr. Der Unternehmer ist aktuell selbst in Albanien engagiert, insbesondere mit einem geplanten Luxusresort auf der Insel Sazan – ehemals militärisches Sperrgebiet und heute Teil eines ambitionierten Tourismusprojekts. Wie Kushner in der Videobotschaft erklärte, sei er von der Lage sofort begeistert gewesen: „Es ist klar, dass ein Land, das einen Flughafen am Meer baut, diesen für den schönsten Teil des Landes hält. Die Lage ist perfekt – 60 Meilen von Italien, 60 Meilen von Korfu – und ein neuer Flughafen in Vlora ist in der Nähe.“ Die albanische Regierung hatte dem Projekt zuvor den Status eines strategischen Investments verliehen, was laut BalkanWeb besondere rechtliche Vorteile mit sich bringt.

Eine persönliche Investitionsvision

Besonders bemerkenswert ist, dass Kushners Entscheidung für Albanien nicht allein strategisch, sondern auch persönlich motiviert ist.

„Die einzigen Menschen, von denen ich sicher weiß, dass sie kommen werden, sind ich selbst, meine Frau und unsere Familie“, sagte er während der Veranstaltung in Tirana. „Wir gestalten diesen Ort so, wie wir ihn uns für unseren Sommerurlaub vorstellen. Jedes Mal, wenn ich ihn unseren Freunden zeige, sagen sie: ‘Wir wollen auch einen Ort in der Nähe.’“

Kushner betonte weiter, dass seine Investmentfirma Affinity Partners ursprünglich keine Immobilienprojekte verfolgte. Albanien habe ihn jedoch als unterbewerteten Markt mit soliden Fundamentaldaten überzeugt – ähnlich wie frühere Investments in SoHo, Brooklyn und Jersey City, bevor diese zum Mainstream wurden. „Alle hatten das, was Albanien hat: die richtigen Grundlagen, aber die Menschen hatten das noch nicht erkannt“, so Kushner.

Expansion in Europa und globale Ambitionen

Darüber hinaus verfolgt Kushners Firma laut BalkanWeb eine breitere Expansion in Europa. Zu den bereits getätigten Investitionen zählt ein deutsches Unternehmen, dessen Marktwert sich seit dem Einstieg deutlich erhöht habe. Zudem ist Affinity Partners an der globalen Fintech-Plattform Revolut beteiligt – eine Firma, die Kushner als „vielleicht beste Finanztechnologieplattform, die je gebaut wurde“ bezeichnete.

Trotz seiner familiären Verbindungen zur Politik sieht Kushner seine Investitionsstrategie als unabhängig von Regierungswechseln: „Wir machen weiter wie bisher. Bislang haben wir rund 2,5 Milliarden Dollar investiert – mehr als die Hälfte davon in den USA.“ Auch international suche man gezielt nach Chancen, die „oft falsch bewertet oder missverstanden“ würden.

Politisches Engagement: Die Abraham-Abkommen

Neben wirtschaftlichen Interessen engagiert sich Kushner weiterhin auf diplomatischem Parkett. Wie er im Rahmen des Gipfels betonte, sei er aktiv an der Weiterentwicklung der Abraham-Abkommen beteiligt – einem Bündnis zwischen Israel und mehreren arabischen Staaten, das während der Amtszeit seines Schwiegervaters Donald Trump geschlossen wurde. Dabei arbeite er eng mit dem ehemaligen US-Finanzminister und Investor Steven Mnuchin zusammen, um bestehende Vereinbarungen zu festigen und neue Partnerschaften zu ermöglichen.

Image:
North Charleston from North Charleston, SC, United States, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons

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