Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. Israel hat in der Nacht auf Mittwoch eine massive Angriffswelle gegen iranische Ziele gestartet. Laut der israelischen Armee wurden Abschussanlagen, Luftabwehrsysteme und weitere strategische Infrastrukturen ins Visier genommen. Dies geschah als Reaktion auf eine vorherige Angriffswelle aus Teheran, die Ziele in Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien traf.
Katz: „Jeder Anführer wird eliminiert“
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz machte in einem Beitrag auf der Plattform X (ehemals Twitter) unmissverständlich klar, dass jeder neue iranische Führer, der Israels Existenz bedroht, ein Ziel für die Eliminierung sei. Diese Aussage folgte auf die Tötung des iranischen Oberhaupts Ayatollah Ali Khamenei, der bei einem israelischen Angriff ums Leben kam. Der Iran plant eine dreitägige Trauerzeremonie in Teheran, beginnend am Mittwochabend.
USA und Israel: Gemeinsame Operationen gegen den Iran
Die USA und Israel arbeiten eng zusammen, um den Iran militärisch unter Druck zu setzen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden in den letzten vier Tagen fast 2.000 Ziele im Iran angegriffen, darunter 17 Kriegsschiffe und ein U-Boot. Admiral Brad Cooper erklärte in einem Video, dass derzeit kein einziges iranisches Schiff im Arabischen Golf oder der Straße von Hormus unterwegs sei.
Droht ein Einsatz von Bodentruppen?
In Washington wird die Möglichkeit eines Einsatzes von US-Bodentruppen diskutiert. Während einige Republikaner die Operation unterstützen, warnen Demokraten vor einem „neuen ewigen Krieg“. Senator Mark Kelly äußerte zudem Bedenken über die begrenzten Munitionsvorräte der USA.
Hisbollah und Syrien: Eskalation an mehreren Fronten
Auch die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon mischt sich in den Konflikt ein. Sie griff nach eigenen Angaben einen israelischen Marinestützpunkt in Haifa an. Gleichzeitig verstärkt Syrien seine Grenzen zum Libanon und Irak mit Raketenwerfern und zusätzlichen Truppen, um sich gegen die eskalierende Gewalt zu wappnen.
Zypern und Dubai: Auswirkungen auf die Region
Ein Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt in Zypern hat die USA dazu veranlasst, eine Reisewarnung für die Insel auszusprechen. Airlines haben Flüge eingestellt, und nicht dringend benötigtes Personal wurde evakuiert. In Dubai sorgen Flugstreichungen für massive Probleme im Goldhandel, da Lieferungen festhängen.
Türkei kritisiert Iran
Der türkische Außenminister Hakan Fidan verurteilte die Vergeltungsschläge des Iran gegen Golfstaaten scharf. Er bezeichnete die Angriffe als „unglaublich falsche Strategie“, die das Risiko in der Region erheblich erhöhe.
Quellen: oe24.at
Credits: APA
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