Iran sagt Verhandlungen ab – Waffenruhe läuft Mittwoch aus

Iran sagt Verhandlungen ab – Waffenruhe läuft Mittwoch aus

Kurz nachdem Trump eine neue Gesprächsrunde ankündigte, kommt aus Teheran eine klare Absage. Die Lage zwischen den USA und dem Iran spitzt sich gefährlich zu.

Teheran sagt Nein – und begründet es scharf

Wie ORF.at unter Berufung auf die iranischen Nachrichtenagenturen Fars und Tasnim berichtet, hat der Iran eine Beteiligung an den angekündigten neuen Verhandlungen in Islamabad abgesagt. Die Begründung aus Teheran ist deutlich: Übertriebene Forderungen der USA, deren ständige Kurswechsel und die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen böten „keine aussichtsreiche Perspektive für seriöse Verhandlungen“. Zudem bezeichneten iranische Quellen laut ORF.at die Berichte über eine zweite Verhandlungsrunde als Teil einer amerikanischen Medienkampagne, um Teheran unter Druck zu setzen.

Noch konkreter wurde Irans Präsident Massud Peseschkian: Wie ORF.at berichtet, warf er den USA in einem Telefonat mit dem pakistanischen Premier Shehbaz Sharif Vertragsbruch vor. Die US-Seeblockade iranischer Häfen stelle einen klaren Verstoß gegen die Waffenruhe dar.

Trump droht mit totaler Zerstörung – und entert Schiff

Wie ORF.at berichtet, hatte Trump auf Truth Social die Entsendung einer US-Delegation nach Islamabad angekündigt – US-Medien zufolge sollen erneut Vizepräsident JD Vance, Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner dorthin reisen. Gleichzeitig bekräftigte Trump seine Drohung: Nehme der Iran den „sehr fairen und vernünftigen Deal“ nicht an, würden die USA „jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten“. Am Sonntagabend meldete Trump auf Truth Social zusätzlich, die US-Marine habe ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff geentert.

Waffenruhe läuft Mittwoch aus – Türkei fordert Verlängerung

Wie ORF.at berichtet, läuft die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Feuerpause planmäßig am Mittwoch aus. Die Türkei drängt auf eine Verlängerung: Außenminister Hakan Fidan erklärte laut ORF.at, beide Seiten hätten den Willen, die Gespräche fortzusetzen, die Verhandlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Das Atomstreit-Kernproblem bleibt ungelöst: Im Mittelpunkt steht laut ORF.at der iranische Bestand von rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertem Uran – Material, das bei weiterer Anreicherung für mehrere Atomwaffen genutzt werden könnte.

Europäer warnen vor oberflächlichem Deal

Wie ORF.at unter Berufung auf Reuters berichtet, befürchten europäische Diplomaten, dass das US-Verhandlungsteam auf ein schnelles, öffentlichkeitswirksames Rahmenabkommen drängt, das tiefer liegende Probleme eher zementiert als löst. Ein hochrangiger europäischer Diplomat wird mit den Worten zitiert: Die Sorge sei nicht, dass es kein Abkommen gebe – „die Sorge ist, dass es ein schlechtes erstes Abkommen geben wird, das endlose Folgeprobleme schafft.“ Das Weiße Haus wies diese Kritik zurück.

Credits: APA

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