Die Schnellschätzung der Statistik Austria ist da – und sie bestätigt, was viele Österreicher bereits an der Tankstelle und im Supermarkt spüren: Die Teuerung zieht wieder an. Haupttreiber sind die Energiepreise.
Energiepreise steigen um fast elf Prozent
Wie oe24 unter Berufung auf die Schnellschätzung der Statistik Austria berichtete, stieg die österreichische Inflationsrate im April 2026 auf 3,3 Prozent – nach 3,2 Prozent im März. Der mit Abstand stärkste Preistreiber: Energie. Im Jahresvergleich zu April 2025 zogen die Energiepreise laut Statistik Austria um 10,7 Prozent an – eine direkte Folge des Iran-Kriegs und der daraus resultierenden Unsicherheiten auf den globalen Ölmärkten.
Ohne die seit Anfang April geltende Spritpreisbremse wäre die Inflationsrate laut Statistik Austria sogar um weitere 0,2 Prozentpunkte höher ausgefallen.
Dienstleistungen bleiben Haupttreiber – aber bremsen etwas
Wie Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk laut oe24 erklärte, stiegen die Dienstleistungspreise – der volumenmäßig wichtigste Inflationstreiber – im April mit 3,9 Prozent deutlich schwächer als noch im März, als ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnet worden war. Mitverantwortlich dafür: Der Ostertermin lag heuer zwei Wochen früher als im Vorjahr, was dämpfend auf Pauschalreisen wirkte.
Lebensmittel, Tabak und Alkohol verteuerten sich laut Statistik Austria um 2,7 Prozent – etwas stärker als die 2,4 Prozent im März. Von März auf April stieg das allgemeine Preisniveau um 0,3 Prozent.
Kerninflation weiterhin erhöht
Die Kerninflation – ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise – lag laut der Schnellschätzung im April bei 2,7 Prozent. Das zeigt: Auch abseits der direkten Energiepreiseffekte bleibt der Preisdruck in der österreichischen Wirtschaft spürbar hoch. Die definitiven Zahlen für April präsentiert die Statistik Austria wie üblich zur Monatsmitte im Mai.
Credits: APA
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