Der Iran hat den USA über Pakistan einen neuen Friedensvorschlag unterbreitet. US-Präsident Trump zeigt sich laut übereinstimmenden Medienberichten jedoch nicht überzeugt – er zweifelt an der Aufrichtigkeit Teherans.
Kein Nein, aber klare Skepsis
Trump lehnte den iranischen Vorschlag nicht direkt ab – aber begeistert ist er auch nicht. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, hegt der Präsident Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung. Auch die New York Times berichtete übereinstimmend, Trump sei mit dem Vorschlag nicht zufrieden.
Der Entwurf sieht laut Medienberichten vor, die Straße von Hormus zu öffnen und den Krieg zu beenden – die Frage des umstrittenen iranischen Atomprogramms soll dabei erst in einem zweiten Schritt verhandelt werden. Genau dieser Aufbau dürfte Trumps Skepsis nähren: Die USA wollen das Atomprogramm nicht auf später verschieben, sondern als Teil eines Gesamtpakets behandelt sehen.
Hormus: Strategischer Engpass mit weltweiter Wirkung
Die Straße von Hormus bleibt das zentrale wirtschaftliche Druckmittel des Iran. Wie oe24 berichtete, ist die Meerenge von entscheidender Bedeutung für den globalen Transport von Öl und Gas aus den Staaten des Persischen Golfs. Iran blockiert dort weiterhin den internationalen Schiffsverkehr. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, um Teherans Einnahmen aus dem Ölexport zu beschneiden.
Atomstreit bleibt ungelöst
Der eigentliche Kern des Konflikts ist und bleibt das Atomprogramm. Wie oe24 berichtete, fordern die USA unter anderem die Herausgabe von hoch angereichertem Uran und den vollständigen Verzicht auf eine Atombombe. Iran dementiert zwar Pläne zum Bau von Atomwaffen, besteht aber auf seinem Recht auf ein ziviles Nuklearprogramm – einschließlich der Urananreicherung. Diese Grundsatzfrage lässt sich durch eine Hormus-Öffnung allein nicht lösen.
Pakistan als Vermittler unter Druck
Am Wochenende hatte Trump eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan kurzfristig abgesagt, weil er das damals vorliegende iranische Papier als unzureichend bewertet hatte. Nun liegt ein neuer Entwurf vor – Islamabad bleibt als Vermittler unter erheblichem Druck. Eine direkte zweite Gesprächsrunde zwischen Iran und den USA ist weiterhin nicht angesetzt. Im Hintergrund läuft die von Trump verlängerte Waffenruhe ohne festgelegtes Ablaufdatum weiter.
Credits: APA
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