In Wien kam es am Montagabend zu einer aufgeladenen Demonstration, bei der die politische Zerrissenheit der iranischen Opposition deutlich wurde. Am Schottentor versammelten sich rund 150 Personen, um unter dem Motto „No Mullah, No Shah“ gegen die Zustände im Iran zu protestieren. Die Situation eskalierte verbal, als sie auf eine Gruppe von Gegenprotestlern trafen.
Weder Mullahs noch der Schah
Die Veranstalter der Kundgebung machten ihre Position unmissverständlich klar: Sie fordern „Freiheit für den Iran“, wenden sich aber sowohl gegen das aktuelle islamistische Regime in Teheran als auch gegen eine Rückkehr zur Monarchie unter Reza Pahlavi. Mit ihrer Parole „No Mullah, No Shah“ positionierten sie sich klar gegen eine militärische Einmischung von außen und forderten eine selbstbestimmte Zukunft für ihr Land.
Lautstarke Konfrontation
Die friedliche Demonstration wurde jedoch schnell von lautstarken Auseinandersetzungen überschattet. Eine kleine Gruppe von Anhängern der Monarchie formierte sich im Umfeld der Kundgebung und skandierte eigene Slogans für eine Rückkehr des Schahs. Dies führte umgehend zu heftigen Schreiduellen zwischen den beiden Lagern. Die gegensätzlichen Ansichten über die Zukunft des Iran prallten unversöhnlich aufeinander und sorgten für eine angespannte Atmosphäre.
Polizei im Einsatz
Um eine Eskalation zu verhindern und die verfeindeten Gruppen voneinander zu trennen, war die Wiener Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Wie die Polizei mitteilte, gelang es den Beamten der Ordnungsdiensteinheit und der Landesverkehrsabteilung, die Lager räumlich getrennt zu halten. Die Konfrontationen blieben rein verbal; zu physischen Zwischenfällen oder Festnahmen kam es nicht.
Für den heutigen Dienstag ist bereits die nächste Kundgebung geplant, diesmal vor der UNO in Wien, wo die Proteste fortgesetzt werden sollen.
Quellen: Exxpress
Credits: APA
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