Impfstoff-Desaster: Millionen Dosen landen im Müll – Kritik an Regierung wächst

Impfstoff-Desaster: Millionen Dosen landen im Müll – Kritik an Regierung wächst

Die Corona-Pandemie hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch finanzielle Spuren hinterlassen. Besonders in Österreich sorgt die Bilanz der Impfstoffbeschaffung für hitzige Diskussionen. Wie mehrere Quellen berichten, wurden Millionen von Impfdosen entsorgt – ein teures Fiasko, das die Steuerzahler belastet.

Überbestellung und Entsorgung: Die Zahlen im Detail

Laut einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ wurden in Österreich insgesamt 70 Millionen Impfdosen bestellt, von denen 61,8 Millionen geliefert wurden. Doch nur ein Drittel davon – etwa 21,9 Millionen Dosen – wurde tatsächlich verimpft. Der Rest? 26,6 Millionen Dosen landeten im Müll, da sie abgelaufen waren. Weitere 9,7 Millionen Dosen wurden ins Ausland gespendet, während von 2,1 Millionen jede Spur fehlt. Diese Zahlen stammen aus dem Gesundheitsministerium unter der Leitung von SPÖ-Ministerin Korinna Schumann.

Kritik an der Regierung: „Milliardengrab“ und „Steuergeldverschwendung“

Die FPÖ spricht von einem „Milliardengrab“ und wirft der damaligen schwarz-grünen Regierung vor, ohne wirtschaftlichen Verstand gehandelt zu haben. FPÖ-Abgeordneter Harald Schuh kritisierte, dass für jeden Österreicher – vom Säugling bis zum Greis – acht Impfdosen bestellt wurden. Auch FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak bezeichnete die Impfstoffbeschaffung als Paradebeispiel für Steuergeldverschwendung.

Weitere Käufe trotz sinkender Nachfrage

Trotz der massiven Überbestellung und Entsorgung plant die Regierung laut FPÖ weiterhin den Ankauf neuer Impfdosen. Für das Jahr 2026 sollen weitere 300.000 Dosen beschafft werden, obwohl das Interesse an Impfungen stark gesunken ist. Im Jahr 2025 wurden beispielsweise nur 5.508 Immunisierungen registriert.

Forderungen nach Konsequenzen

Die FPÖ fordert eine lückenlose Aufklärung über die Kosten, Lagerbestände und Haltbarkeiten der Impfstoffe. Zudem müsse die Abnahmeverpflichtung für weitere Lieferungen dringend neu verhandelt werden. „Die Zeit der blinden Impfstoffbeschaffung muss endgültig vorbei sein“, so Kaniak.

Quellen: Exxpress, Heute, FPÖ Oberösterreich, ORF
Credits: APA

Teilen:
0 0 Abgegebene Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtigung von
guest

0 Kommentare
Älteste
Neuestes Meistgewählt
0
Ich würde mich über Ihre Meinung freuen, bitte kommentieren Sie.x