ID Austria: Neue Funktionen für Bürger und Unternehmen

ID Austria: Neue Funktionen für Bürger und Unternehmen

Die digitale Identität Österreichs, die ID Austria, wird weiter ausgebaut. Rund fünf Millionen Menschen nutzen bereits die App, die künftig noch mehr Möglichkeiten bieten soll. Wie Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) betont, soll die ID Austria nicht nur Bürger und Staat, sondern auch Unternehmen enger vernetzen.

Mehr Partner, weniger Bürokratie

Bei einem Round Table im Bundeskanzleramt in Wien wurde über die Zukunft der ID Austria diskutiert. Pröll kündigte an, dass die Zahl der Partnerunternehmen von derzeit 130 auf 330 steigen soll. „Wir möchten Unternehmen langfristig einbinden und die ID Austria auch im privaten Sektor als verlässliche digitale Identitätslösung etablieren“, erklärte er. Branchen wie Banken, Versicherungen, Telekommunikation und Handel sollen von der Vernetzung profitieren.

Vorteile für Handwerk und Gewerbe

Manfred Denk, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer, sieht großes Potenzial: „Alles, was Bürokratie abbaut, hilft uns, uns auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren.“ Denk nennt Beispiele wie digitale Berechtigungen für Mitarbeitende oder vereinfachte Förderansuchen. Auch im Sicherheitsbereich könnten Prozesse beschleunigt werden, etwa bei der Registrierung von Mitarbeitenden vor Großveranstaltungen.

Digitale Brieftasche und mehr

Ein weiterer Schritt ist die Einführung der EUDI-Wallet, einer europäischen digitalen Brieftasche. Diese soll es ermöglichen, digitale Nachweise wie Führerscheine oder Altersnachweise direkt über die ID Austria-App vorzuzeigen. Die physische Version dieser Dokumente bleibt jedoch weiterhin gültig.

Bürgernähe im Fokus

Beim Zukunftsforum zur ID Austria, das Ende Oktober stattfand, wurde die Bedeutung des Dialogs zwischen Bürgern und Verwaltung hervorgehoben. „Wir machen die digitale Identität gemeinsam mit den Menschen – nicht nur für sie“, so Pröll. Ziel ist es, digitale Services zu schaffen, die Vertrauen schaffen und den Alltag erleichtern.

Quellen: oe24.at, id-austria.gv.at, digitalaustria.gv.at
Credits: APA

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