„Ich bin Millionär“ – SPÖ-Politiker sorgt für Aufsehen in der ZIB2

„Ich bin Millionär“ – SPÖ-Politiker sorgt für Aufsehen in der ZIB2

In der ZIB2 sorgte Martin Winkler, der frisch bestätigte Landes-Chef der SPÖ Oberösterreich, mit einem Satz für Schlagzeilen: „Ja, ich bin Millionär.“ Diese Aussage, die er im Gespräch mit Armin Wolf machte, dürfte in der eigenen Partei für gemischte Reaktionen sorgen.

Vom „Mann der Wirtschaft“ zum Millionär

Winkler, der sich selbst als „Mann der Wirtschaft“ bezeichnet, erklärte, dass er seinen Wohlstand durch 35 Jahre harte Arbeit aufgebaut habe. „Das Geschäft ist sehr gut gelaufen, und da ist etwas übergeblieben“, so Winkler. Gleichzeitig betonte er, dass er ohne sozialdemokratische Reformen, wie jene unter Bruno Kreisky, diesen Erfolg nicht erreicht hätte. „Richtige sozialdemokratische Politik macht einen Unterschied“, fügte er hinzu.

Pensionisten in Not: Ein „schmerzhafter Kompromiss“

Ein weiteres heißes Thema des Interviews war die geringere Pensionsanpassung. Winkler verteidigte die Entscheidung als „schmerzhaften Kompromiss“ und richtete eine klare Botschaft an die Pensionisten: „Mit der FPÖ wäre der Einschnitt in die Pensionen ein ganz anderer gewesen als mit uns Sozialdemokraten.“ Er betonte, dass die SPÖ alles verhindere, was nicht unbedingt notwendig sei.

Vermögenssteuer ja, aber mit Vorsicht

Winkler sprach sich klar für eine Erbschafts- und Vermögenssteuer aus, warnte jedoch davor, das Unternehmertum zu beschädigen. „Wir müssen aufpassen, dass wir das Unternehmertun dabei nicht beschädigen“, erklärte er.

Koalition mit der FPÖ? „Nicht ausgeschlossen“

Ein weiteres brisantes Thema war die Frage nach einer möglichen Koalition mit der FPÖ. Winkler schloss diese nicht aus, betonte jedoch, dass eine Zusammenarbeit mit der ÖVP, den Grünen oder den NEOS einfacher wäre. „SPÖ und FPÖ sind nicht die vorprogrammierten Koalitionspartner“, stellte er klar.

Credits: APA

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