Hunde-Demo vor dem Parlament: „Bellen gegen Böllern“ für ein Böllerverbot

Hunde-Demo vor dem Parlament: „Bellen gegen Böllern“ für ein Böllerverbot

Am Mittwochmorgen wurde es laut vor dem österreichischen Parlament – und das nicht etwa durch Protestgesänge, sondern durch das Bellen von Hunden. Die Initiative „Aufstehn.at“ organisierte die Aktion „Bellen gegen Böllern“, um auf die Gefahren und Belastungen durch private Feuerwerke aufmerksam zu machen. Unterstützt wurde die Demonstration von prominenten Teilnehmern wie dem ehemaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober und seinem Golden Retriever „Junior“.

Ein Protest mit tierischer Unterstützung

Mit Plakaten wie „Böllerverbot JETZT!“ und durchgestrichenen Raketen zogen die Demonstranten gemeinsam mit über 20 Hunden vom Heldenplatz über den Ballhausplatz bis zum Parlament. Ziel der Aktion war es, die Aufmerksamkeit auf eine Petition zu lenken, die ein österreichweites Verbot privater Feuerwerke fordert. Diese Petition wurde bereits von über 150.000 Menschen unterzeichnet, wie die Organisatoren von „Aufstehn.at“ berichten.

Tiere, Menschen und Umwelt im Fokus

„Neben Mensch und Umwelt leiden besonders Tiere unter der Silvester-Knallerei. Mit der Aktion möchten wir ihnen eine Stimme geben“, erklärte Fatima Jost von „Aufstehn.at“. Die Organisation fordert seit drei Jahren ein Verbot privater Feuerwerke der Kategorie F2, zu denen Fontänen, Raketen und Batteriefeuerwerke zählen. Laut Jost verursachen diese nicht nur massive Schäden, sondern auch unzählige Verletzungen jedes Jahr.

Politischer Druck auf Innenminister Karner

Die Initiative richtet ihre Forderungen direkt an Innenminister Gerhard Karner, der bisher keinen Handlungsbedarf gesehen hat. „Es ist höchste Zeit, dass eine bundesweite Lösung umgesetzt wird“, so Jost weiter. Unterstützt wird die Forderung auch von Rudolf Anschober, der betonte, wie wichtig es sei, die Belastungen für Tiere und die Umwelt zu reduzieren.

Quellen: oe24.at, aufstehn.at, ots.at
Credits: APA

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