Holzleitner vorne, Babler wieder hinten: Das neue Polit-Barometer

Holzleitner vorne, Babler wieder hinten: Das neue Polit-Barometer

Die aktuelle Umfrage der Lazarsfeld Gesellschaft zeigt: Die Ampelregierung steckt weiter tief im Beliebtheitskeller – aber immerhin gibt es eine Siegerin.

Alle im Minus – aber eine macht das Beste daraus

Das Ergebnis ist ernüchternd, aber eindeutig: Alle Regierungsmitglieder haben mehr negative als positive Bewertungen, wie oe24 auf Basis der aktuellen Lazarsfeld-Erhebung berichtet. Monat für Monat werden rund 1.000 Österreicher befragt, welche Politiker positiv oder negativ aufgefallen sind. Der Saldo aus beiden Werten ergibt das sogenannte Polit-Barometer – und das fällt für das Kabinett Stocker I einmal mehr durchwachsen aus. Befragt wurden diesmal 1.000 Personen am 6. und 7. April 2026.

Holzleitner: Kein Frauentags-Bonus, sondern echte Beliebtheit

Die Überraschung der aktuellen Erhebung ist keine. Wie die Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 ermittelt hat, führt SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner das Ranking der Regierungsmitglieder mit einem Saldo von -9 an – und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Schon beim März-Barometer hatte sie die Spitzenposition inne. Ihr gutes Abschneiden hat also nichts mit dem Frauentag zu tun – es ist schlicht die konsistenteste Performance im gesamten Kabinett.

Tanner und Claudia Bauer auf Platz zwei und drei

Direkt hinter ihr folgen, wie oe24 auswertet, Heeresministerin Klaudia Tanner und Familienministerin Claudia Bauer, beide ÖVP, mit einem Saldo von jeweils -11. Drei Frauen auf den ersten drei Plätzen – ein Bild, das sich durch die gesamte Laufzeit des Barometers zieht.

Marterbauer: Beliebt – aber auch umstritten

Finanzminister Markus Marterbauer landet auf Platz vier und ist damit der bestgereihte Mann im Kabinett. Bei den positiven Nennungen allein läge er laut Lazarsfeld-Erhebung mit 22 Prozent sogar auf Rang eins – allerdings hat er auch mehr Gegner als etwa Holzleitner.

Stocker: Viel Lob, noch mehr Ablehnung

Kanzler Christian Stocker landet, wie das oe24-Polit-Barometer zeigt, mit einem Saldo von -20 in der unteren Hälfte. 21 Prozent loben ihn – doch 41 Prozent lehnen ihn ab. Ein Wert, der für einen Regierungschef bemerkenswert schwach ist.

Meinl-Reisinger und Babler: Das Schlussduo

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger kommt laut Lazarsfeld auf einen negativen Saldo von -27 und landet damit auf dem vorletzten Platz. Das Schlusslicht bleibt unverändert: SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler, dem nur 13 Prozent positiv, aber 50 Prozent negativ gegenüberstehen – wie oe24 berichtet. Damit ist Babler seit Monaten das rote Schlusslicht. Schon beim Dezember-Barometer hatte oe24 gemeldet, dass Babler mit einem Rekord-Minus von -40 deutlich schlechter als alle anderen Regierungsmitglieder abschnitt.

Kickl: Besser als jeder Minister

Interessant der Blick auf die Opposition: FPÖ-Chef Herbert Kickl kommt laut der Lazarsfeld-Erhebung mit einem Saldo von -4 auf ein besseres Ergebnis als alle Regierungsmitglieder.

Kunasek: Der einzige Politiker Österreichs im Plus

Und dann ist da noch ein Name, der aus dem gesamten politischen Betrieb heraussticht: Wie oe24 auf Basis der Lazarsfeld-Daten berichtet, ist der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek österreichweit der einzige Politiker mit mehr positiven als negativen Nennungen – 30 Prozent positiv, 18 Prozent negativ, macht einen Saldo von +12. Der FPÖ-Politiker ist seit Dezember 2024 Landeshauptmann der Steiermark und scheint im Gegensatz zu seinen Parteikollegen auf Bundesebene den Spagat zwischen Regierungsverantwortung und Popularität zu meistern.


Credits: APA

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