Es war ein Abend voller klarer Worte und scharfer Kritik: FPÖ-Chef Herbert Kickl nutzte das große oe24-Sommergespräch, um mit der Regierung abzurechnen. Themen wie Klima, Teuerung und Migration standen im Fokus – und Kickl ließ dabei kein gutes Haar an der aktuellen Politik.
„Klimakommunismus stoppen!“
Gleich zu Beginn des Gesprächs machte Kickl deutlich, was er von der aktuellen Klimapolitik hält: „Dieser ganze Klimakommunismus, diese Planwirtschaft rund um CO2, muss ein Ende haben“, erklärte er.
Laut Kickl sei es ein Fehler, fossile Energien künstlich zu verteuern, während günstiges Gas aus Russland boykottiert werde. „Wir nehmen teures LNG-Gas aus Amerika, während wir auf günstige Alternativen verzichten“, so der FPÖ-Chef. Wie oe24 berichtet, fordert Kickl einen radikalen Kurswechsel und den „Ausstieg aus diesem Wahnsinn“.
Teuerung: „Die Regierung ist schuld!“
Auch die steigenden Lebenshaltungskosten waren ein großes Thema. Kickl machte die „Systemparteien“ für die Inflation verantwortlich. „Von der Lockdown-Serie über die Russland-Sanktionen bis hin zur Klimapolitik – die Regierung hat den Wohlstand der Menschen zerstört“, wetterte er. Als Sofortmaßnahme schlägt er eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel vor. Doch das allein reiche nicht: „Wir müssen die Ursachen bekämpfen, und das beginnt bei der Energiepolitik.“
Migration: „Staatsbürgerschaft aberkennen!“
Beim Thema Migration wurde Kickl besonders deutlich. Er forderte, dass Staatsbürgerschaften aberkannt werden können, wenn sich Personen nicht in die Gesellschaft integrieren. „Wer verhaltensauffällig ist, hat hier nichts verloren“, erklärte er. Laut oe24 sieht Kickl die Regierung auch in diesem Bereich auf dem falschen Weg.
Kritik an der Regierung: „Schamlos und planlos“
Kickl sparte nicht mit Kritik an der türkis-roten Koalition. Besonders die Budgetpolitik nahm er ins Visier:
„Die Regierung dreht an den falschen Schrauben. Statt Förderungen zu durchforsten, wird bei den Beamtengehältern gespart.“
Er erinnerte daran, dass es unter einer FPÖ-Regierungsbeteiligung ein Nulldefizit gegeben habe – ein Erfolg, den er der aktuellen Regierung nicht zutraut.
Credits: APA
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