Am Samstag wird FPÖ-Parteiobmann Herbert Kickl an der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Budapest teilnehmen. Die Veranstaltung, die als eine der bedeutendsten Zusammenkünfte des rechten politischen Spektrums gilt, zieht prominente Persönlichkeiten aus Europa und der Welt an. Laut einem Sprecher der FPÖ wird Kickl eine Rede halten und anschließend nach Wien zurückkehren.
Internationale Gäste und politische Botschaften
Die CPAC, die ursprünglich in den 1970er Jahren in den USA gegründet wurde, hat sich in den letzten Jahren auch international etabliert. In Ungarn wird die Konferenz vom „Center for Fundamental Rights“ organisiert, einer Organisation, die stark von öffentlichen Geldern unterstützt wird. Zu den angekündigten Gästen zählen unter anderem der tschechische Premierminister Andrej Babiš, der italienische Vizepremier Matteo Salvini sowie Geert Wilders, der Vorsitzende der niederländischen Freiheitspartei. Auch Marine Le Pen, die Fraktionsvorsitzende des französischen Rassemblement National, wird erwartet.
Miklós Szánthó, Präsident von CPAC Hungary, betonte, dass die Konferenz für „gesunden Menschenverstand“ stehe. Themen wie die Ablehnung von Masseneinwanderung und Gender-Ideologie sowie die Betonung von Nation, Familie und Frieden sollen im Mittelpunkt stehen.
JD Vance: Unterstützung für Viktor Orbán?
Besonders spannend ist die mögliche Teilnahme des US-Vizepräsidenten JD Vance. Laut Berichten von Reuters plant Vance, Ungarn zu besuchen, um Ministerpräsident Viktor Orbán vor den anstehenden Parlamentswahlen am 12. April zu unterstützen. Orbán, der seit 2010 regiert, steht vor einer der schwierigsten Wahlen seiner Karriere. Seine Partei Fidesz liegt in Umfragen hinter der oppositionellen Tisza-Partei unter Péter Magyar.
Die Reise von Vance würde in eine Reihe von Besuchen hochrangiger US-Politiker in Ungarn passen. Bereits im Februar war US-Außenminister Marco Rubio in Budapest, um Orbán öffentlich zu unterstützen. Rubio betonte damals, dass Orbáns Führung für die Interessen der USA von entscheidender Bedeutung sei.
Ein globales Netzwerk der Rechten
Die CPAC Hungary ist Teil eines globalen Netzwerks konservativer Konferenzen, die sich gegen Globalisierung und für nationale Souveränität aussprechen. Die Organisatoren der Konferenz betonen, dass sie „Trump vor Trump“ gewesen seien und sich gegen Migration, Gender und Krieg positionieren.
Die Veranstaltung in Budapest wird von der „Patriots for Europe“-Gruppe begleitet, die am Montag eine eigene Versammlung abhalten wird. Herbert Kickl wird aufgrund einer Nationalratssondersitzung nicht daran teilnehmen können, jedoch wird Harald Vilimsky, FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, an beiden Veranstaltungen teilnehmen.
Quellen: oe24.at, Telex, United24 Media, Hungary Today, Reuters
Credits: APA
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