Die Heizungsförderung in Österreich erfährt eine drastische Neuausrichtung. Ab dem 2. Februar 2026 können Förderanträge nur noch für den Austausch von Heizkesseln gestellt werden. Das Umweltministerium begründet diesen Schritt mit der höheren Effizienz des Kesseltauschs in Bezug auf CO₂-Einsparungen pro investiertem Euro.
Fördervolumen und Änderungen
Seit dem Start der neuen Heizungsförderung im November 2025 wurden bereits Anträge im Wert von 220 Millionen Euro eingereicht. Für die Jahre 2026 bis 2030 stehen jährlich 360 Millionen Euro zur Verfügung, was insgesamt 1,8 Milliarden Euro ergibt. Die Förderung deckt maximal 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten ab. Zum Vergleich: Unter der schwarz-grünen Vorgängerregierung lag die maximale Förderung bei bis zu 75 Prozent.
Warum der Fokus auf Kesseltausch?
Laut dem Umweltministerium erzielt der Austausch fossiler Heizsysteme durch klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen oder Fernwärme eine deutlich höhere CO₂-Reduktion als thermisch-energetische Sanierungen. Diese wurden daher aus dem Förderprogramm gestrichen. „Der Kesseltausch ist der effizienteste Hebel, um die Klimaziele zu erreichen“, so ein Sprecher des Ministeriums.
Kritik und Ausblick
Die Entscheidung sorgt jedoch für Unmut. Viele Hausbesitzer, die auf Förderungen für Sanierungsmaßnahmen wie Fenstertausch oder Dämmung gehofft hatten, stehen nun vor verschlossenen Türen. Das Ministerium hofft, im kommenden Jahr wieder beide Förderschienen öffnen zu können.
Quellen: oe24.at, orf.at, sn.at, wko.at, oesterreich.gv.at
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