Harald Mahrer, Präsident des Generalrats der OeNB und scheidender Chef der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), sorgt erneut für Schlagzeilen. Obwohl er seinen Rücktritt bereits vor zehn Tagen angekündigt hat, liegt dem Finanzministerium bis heute kein offizielles Schreiben vor. Dies bestätigte das Ministerium gegenüber der APA.
Rücktritt mit Hindernissen
Am 10. November hatte Mahrer nach massiver Kritik an seiner Amtsführung seinen Rückzug angekündigt. Die Kritik entzündete sich an einer Erhöhung der Gehälter der Kammermitarbeitenden, einer als überzogen empfundenen Anhebung der Entschädigungen für WK-Präsidiumsmitglieder sowie Diskussionen um Mahrers Mehrfachbezüge. Trotz seiner Ankündigung, den Rücktritt „zeitnah“ umzusetzen, bleibt dieser bisher aus.
Wer übernimmt das Amt?
Laut Koalitionsvereinbarung liegt das Vorschlagsrecht für die Nachfolge bei Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Bis eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden ist, wird die derzeitige Vizepräsidentin Ingrid Reischl (ÖGB) interimistisch übernehmen. Der Vorschlag für den Vizepräsidentenposten obliegt Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ).
Ein Rücktritt mit Folgen
Mahrers Rücktrittsankündigung ist nicht nur ein persönlicher Einschnitt, sondern auch ein politisches Signal. Die Kritik an seiner Amtsführung hat nicht nur seinen Posten bei der OeNB, sondern auch seine Rolle als Chef der Wirtschaftskammer und des ÖVP-Wirtschaftsbundes gekostet. Als interimistische Nachfolgerin bei der WKÖ wurde die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz (ÖVP) eingesetzt.
Quellen: oe24.at, APA
Credits: APA
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