Hanke verteidigt Zug-Geschenk an Kiew: „Alte Züge, neue Chancen!“

Hanke verteidigt Zug-Geschenk an Kiew: „Alte Züge, neue Chancen!“

Wien – Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sorgt mit der Lieferung von zwei Spezialzügen an die Ukraine für Aufsehen. Während die FPÖ von einem „zweifelhaften Geschenk“ spricht, verteidigt Hanke die Entscheidung mit klaren Worten: „Die Züge waren für den österreichischen Schienenverkehr nicht mehr einsetzbar.“

Alte Züge für neue Gleise

Es handelt sich bei den beiden Motorturmwagen des Typs X534 um Spezialfahrzeuge, die für den Bau und die Instandhaltung von Oberleitungen genutzt werden. Diese sollen nun beim Ausbau einer neuen Normalspurstrecke zwischen Tschop und Uschgorod in der Ukraine zum Einsatz kommen. „Ein entscheidender Schritt für die Integration der Ukraine in das europäische Eisenbahnnetz“, heißt es in einer Aussendung des Infrastrukturministeriums.

Die Züge, die stolze 46 Jahre alt sind, wurden laut Hanke bereits im Juni übergeben. Der Minister betonte, dass die Fahrzeuge aufgrund ihres Alters und technischer Auflagen nicht mehr den Standards der ÖBB entsprachen. „Der Schrottpreis wurde mit circa 3.000 Euro pro Turmwagen kalkuliert“, erklärte Hanke in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung.

FPÖ fordert Aufklärung

Die FPÖ zeigt sich wenig begeistert von der Aktion. FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker und Abgeordneter Gerhard Deimek fordern volle Transparenz. „Wie ist ein solches Geschenk mit der immerwährenden Neutralität Österreichs vereinbar?“, fragen die Freiheitlichen und werfen die Frage auf, ob die Züge möglicherweise militärisch genutzt werden könnten.

Hanke entgegnet: „In der Schenkungsurkunde wurde ausdrücklich festgehalten, dass die Spezialzüge nicht für militärische Zwecke verwendet werden.“ Die Transportkosten von rund 2.800 Euro übernahm eine Tochtergesellschaft der ÖBB.

Credits: APA

Quelle: oe24

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