Grüne Härte: Voglauer verliert Job, Generalsekretariat wird abgeschafft

Grüne Härte: Voglauer verliert Job, Generalsekretariat wird abgeschafft

Olga Voglauer (44) werde sich künftig ganz auf ihr Heimatbundesland Kärnten und ihre Aufgaben als Nationalratsabgeordnete konzentrieren – ihr Job, das Generalsekretariat, wird beim nächsten Bundesvorstand der Grünen einfach abgeschafft. Die glücklose Parteimanagerin war zwei Jahre im Amt.

Die in den aktuellen Umfragen nur noch einstelligen Grünen stehen vor einem bedeutenden Umbruch: Beim Parteitag am 29. Juni soll nicht nur die Parteispitze neu aufgestellt werden, sondern auch strukturelle Änderungen innerhalb der Parteiorganisation beschlossen werden. Im Zentrum steht dabei der bevorstehende Rückzug von Bundessprecher Werner Kogler. Ex-Klima-Ministerin Leonore Gewessler gilt als designierte Nachfolgerin und soll die Führung der Partei übernehmen – trotz aller aufgedeckten Skandale und Geldvernichtungs-Aktionen in ihrem Ministerium.

Im Zuge dieser Neuaufstellung wird es auch personelle Veränderungen abseits der Parteispitze geben – betroffen ist unter anderem Olga Voglauer. Die bisherige Generalsekretärin der Grünen, die das Amt vor etwas mehr als zwei Jahren übernommen hatte, wird dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Wie die „Presse“ berichtet, ist nicht ein Personalwechsel der Grund, sondern die Entscheidung, die Position der Generalsekretärin ganz abzuschaffen. Damit verliert Voglauer nicht nur ihre Funktion, sondern die Partei verabschiedet sich auch grundsätzlich von dieser Struktur.

Voglauer handelte nicht immer professionell. Im EU-Wahlkampf wollte sie die umstrittene Spitzenkandidatin der Grünen, Lena Schilling, verteidigen – während einer Pressekonferenz meinte Voglauer, dass sie hinter den Vorwürfen gegen Schilling eine Kampagne von SPÖ und KPÖ vermute. Den Grünen schade dies, und Interesse daran habe die SPÖ. Sie sagte: „Es tut mir sehr leid, es sind nicht unsere Methoden, es ist nicht das, wofür wir stehen, aber ich werde ihn hier jetzt zitieren: Das, was wir hier jetzt sehen, sind Silberstein-Methoden.“

Die Grünen wollen sich mit diesem Schritt offenbar schlanker und moderner aufstellen, um mit einer effizienteren Organisation in die nächste Wahlauseinandersetzung zu gehen. Welche konkreten Aufgabenbereiche künftig neu verteilt oder anders organisiert werden, soll am Parteitag näher erläutert werden.

Credit: APA

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