Außergewöhnliche Szenen beim Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Tirana: Albaniens Premierminister Edi Rama kniete auf dem roten Teppich vor Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nieder. Diese Geste, begleitet von gefalteten Händen, war Ausdruck der engen Beziehungen zwischen Albanien und Italien.
Rama, der 60-jährige ehemalige Basketballspieler, ist bekannt für seine unkonventionellen Auftritte. Meloni (48) – seit Oktober 2022 Italiens erste weibliche Regierungschefin – reagierte humorvoll auf die Szene: „Das macht er nur, damit er auf meine Größe herunterkommt“, scherzte sie in Anspielung auf den Größenunterschied zwischen den beiden Politikern.
Am Gipfel in Tirana, an dem 50 europäische Staats- und Regierungschefs teilnahmen, wurden zentrale Themen wie Migration, Energiesicherheit und die europäischen Integration diskutiert. Besonderes Augenmerk lag auf dem Migrationsabkommen zwischen Italien und Albanien, das die Errichtung eines Aufnahmezentrums für Migranten in Nordalbanien vorsieht. Rama betonte, dass dieses Abkommen ein Zeichen der Dankbarkeit gegenüber Italien sei, das nach dem Kalten Krieg viele albanische Migranten aufgenommen hatte.
Während des Gipfels machte Rama auch humorvolle Bemerkungen über das Wetter: Er scherzte, dass der Regen mit der britischen Delegation gekommen sei und die Sonne mit dem Eintreffen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron erschienen sei.
Die demonstrative Geste Ramas unterstreicht die engen bilateralen Beziehungen zwischen Albanien und Italien und spiegelt die Bedeutung wider, die Albanien der Zusammenarbeit mit europäischen Partnern beimisst. Der Gipfel in Tirana markierte einen weiteren Schritt in Albaniens Bestrebungen, sich stärker in die europäische Gemeinschaft zu integrieren.

Credits: APA
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