Manche Dinge in der Politik lassen einen ungläubig den Kopf schütteln – oder eben die Glatze kratzen. Das Thema: Die Haare der Regierungsmitglieder.
Dauerfeuer aus der Opposition
Michael Schnedlitz, der Generalsekretär der FPÖ, kennt bei parlamentarischen Anfragen kein Erbarmen. Wie der Kurier berichtet, feuert die Partei im Durchschnitt unglaubliche 14 Anfragen pro Tag in Richtung Regierung ab. Ziel der blauen Daueroffensive ist es, mögliche Verschwendungen von Steuergeldern aufzudecken. Ein Thema sorgt dabei im Hohen Haus für besonders viel Erheiterung. Schnedlitz fragt nämlich alle drei Monate ganz genau nach, wie viel Geld die Minister für Friseure, Visagisten und Stilberater ausgeben.
Null Cent für eine glänzende Platte
Die absolute Spitze der Absurdität betrifft direkt den Kanzler. Wie oe24 berichtet, zwingt die FPÖ den sichtlich haararmen Karl Stocker regelmäßig zu einer schriftlichen Stellungnahme über seine Friseurausgaben. Das Ergebnis überrascht niemanden: Der Kanzler teilt geduldig mit, dass er für seine nicht vorhandene Haarpracht keinen einzigen Cent an Steuergeldern ausgegeben hat. Trotzdem wiederholt sich das Kontrollspielchen Quartal für Quartal.
Echte Rechnungen bei anderen Ministern
Während der Kanzler eine saubere Null-Euro-Bilanz zieht, sieht es bei anderen Politikern etwas bunter aus. Wie FPÖ.at aufzeigt, nutzten SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler und NEOS-Minister Christoph Wiederkehr durchaus professionelle Hilfe für ihr Äußeres. Beide legten aber Wert auf die Feststellung, dass der Steuerzahler dafür nicht zur Kasse gebeten wurde. Sie bezahlten die Rechnungen privat oder über ihre Partei. Auch Frauenministerin Eva-Maria Holzleiter übernimmt solche Ausgaben aus der eigenen Tasche.
Einzig Finanzminister Markus Marterbauer gab offen zu, sich für eine Fotoserie um 465 Euro auf Staatskosten aufhübschen zu lassen.
Quellen: oe24.at, Kurier, FPÖ.at
Credits: APA
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